Mittwoch, 30. September 2009

Irgendwas ist faul

Schon am Sonntag, beim langen Lauf, den wir mit den Schlaubis und ein paar interessierten Läufern durchführten und der entlang der Marathon-Strecke ging, fehlte mir die Lockerheit der vergangenen Wochen.

 Ich hatte zwar meine Tempogruppe rasch gefunden und alle 10 km warteten wir dann auf die Anderen. Nach 30 Kilometern (und 20 min warten) konnte ich mich aber nicht mehr motivieren, noch weiter zu laufen und so nahm ich Ralfs Angebot gerne an, mit dem Auto zurückzufahren. Muß reichen als Long Jog, die Pace von 5:28 geht in Ordnung und ist im Soll.
Irgenwo im Schlaubetal - Sammeln bei km 20

Montag war dann nur Plakate kleben angesagt - nein, keine Wahlplakate, sondern die für den Schlaubetal-Marathon. Bin dann spät ins Bett, deshalb schob ich mein schlechtes Befinden beim Lauf zur Arbeit gestern Morgen zunächst darauf. Nach 10 Kilometern zog ich den Telefonjoker... - es lief einfach nicht. Im Laufe des Tages gings mir dann immer schlechter, so als hätte ich was Falsches gegessen, ich kann mich gar nicht erinnern, daß es mir schon mal so schlecht gegangen ist. Habe mich dann nach Hause fahren lassen (ich hatte ja nur mein MtB hier auf der Arbeit) und hab den Rest des Tages dann versucht, irgendwie zu überleben. Keine Ahnung, was das war, heute geht es mir wieder bedeutend besser, ein bischen schlapp noch und deshalb werde ich auch heute nichts trainieren. Was das mit dem Halbmarathon am Sonntag wird, weiß ich noch nicht. Erst mal wieder fit werden.

Fazit: so wenig Training ist Gift ;o)

Samstag, 26. September 2009

Entspannte Zeiten

Ohne mein planmäßiges Triathlon-Training habe ich auf einmal eine Menge an Zeit übrig. Die ist zwar gut genutzt, aber es ist irgendwie merkwürdig. Am Mittwoch bin ich morgens zur Arbeit gelaufen, das erste Mal seit Mai. Ich mag das ja, aus dem Bett gleich in die Laufsachen, sich selbst überwinden, jetzt ohne Frühstück 18 km... am Anfang etwas zäh, immer besser werdend und dann geht es die letzten Kilometer sowieso bergab in die Stadt und ins Werk hinein. Anfangs wurde ich noch ziemlich blöd angeschaut, wenn ich zwischen Gabelstaplern und Lkw`s auf der Werkstraße entlanglief. Längst hat man sich daran gewöhnt. Für die 18 km habe ich 1:33 benötigt, das sind 15 min weniger, als im Frühjahr. Vom Gefühl her nicht anstrengender, also locker. Ich habe mir ja dieses Mal einen Forerunner mit Pulsgurt gekauft, vergesse das Ding jedoch regelmäßig... Na ja!
Zurück mit dem MTB, welches ich am Vortag auf der Arbeit abgestellt hatte.

Donnerstag war Versammlung zum Schlaubetal-Marathon. Es hat mich sehr beeindruckt, daß da 18 Leute saßen... Vor 2 Jahren habe ich das mit Bianka ganz allein gemacht. Macht schon ein wenig stolz.

Gestern wollt ich dann mal ein bischen Tempo laufen, Tempodauerlauf also. In Jörgs Blog habe ich ja so ein schönes Wort entdeckt... Trainingsbestzeit... ;o) Ich will auch eine Trainingsbestzeit. Ach ja, da fällt mir ein: Anett hatte mal was von Zweitbestzeit geschrieben. Die Krönung aller Wortschöpfungen wäre doch dann Trainingszweitbestzeit :o)) Aber um diese zu haben, braucht man natürlich erst mal eine Bestzeit. Und die hatte ich dann gestern: 47:01 für 10 km - macht eine Pace von 4:41 bei mittelmäßiger Anstrengung... Ich glaube, ich bin gut drauf. Das hatte ich im Training echt noch nicht geschafft.
Abends zur Geburtstagsparty...

ganz brav bei Wasser, versteht sich...



oh, nee, na dann doch nicht!


Heute dann Haushalt/Hof/Hunde... alles eben, nur kein Triathlon-Training. Anfang Oktober öffnet die Schwimmhalle wieder, ich muß dann sicher erstmal ins Nichtschwimmerbecken.

Mittwoch, 23. September 2009

Wie das Leben so spielt...

So ist das manchmal im Leben. Da erzählt man ein bischen über sich selbst und man bekommt eine Menge Feedback. Vielleicht nicht so viel, wie man es nach einem sportlichen Erfolg bekommt - aber es bedeutet mir sehr viel mehr. Weil man ja auch Mensch ist und nicht immer nur Oben ist - nicht immer nur Oben sein will. Und es schön ist, wenn auch dann Andere da sind... Danke! Jemand, der mir sehr viel bedeutet, hat mir heute gesagt, ich könnte doch selber einen Baum pflanzen. Dort, wo die Kastanie und der Ahorn standen... Ja, das ist es, das werde ich tun. Danke für die Inspiration und noch vieles Andere mehr.

Ich habe gedacht, in diesem Zusammenhang könnte ich hier vielleicht eines meiner Lieblingslieder unterbringen... Reinhard Mey, natürlich: Ein Lied, das wie kein Anderes die Erinnerungen an die unbeschwerteste Zeit meines Lebens wachwerden lässt. Und während ich das Lied bei youtube suchte, lese ich die Kommentare, und das Reinhard Meys Sohn Max seit 6 Monaten im Wachkoma liegt. Für mich als Mutter zweier Kinder der Alptraum schlechthin... Reinhard Mey begleitet mich seit über 20 Jahren mit seinen Liedern durch mein Leben. Angefangen hat es mit "Menschenjunges" - und "Du bist ein Riese Max" war eines der Lieder, die mich berührten. Möge Max auch jetzt ein Riese sein. All meine guten Wünsche sind bei ihm.




Sport gabs auch - aber das ist so unwichtig.

Dienstag, 22. September 2009

Zurück zur Natur.... :o(

Genau hier, an dieser Stelle stand mein Elternhaus.


Meinen Kinder konnte ich mein Zuhause ja glücklicherweise noch zeigen. Wenn aber eines Tages einmal deren Kinder fragen sollten, werde ich ihnen vielleicht erzählen: Schaut einmal, hier in diesem Wald bin ich aufgewachsen. Oder sind das die blühenden Landschaften, von denen allgemein die Rede ist? Nun ja, Unkraut kann auch blühen, die Schönheit liegt gewöhnlich im Auge des Betrachters.



Die gleiche Straße, etwa 35 Jahre liegen zwischen diesen beiden Bildern. Das Haus, aus dem das linke Foto gemacht wurde, gibt es nicht mehr, deshalb der andere Blickwinkel. Dafür verunstalten jede Menge Wahlplakate in diesen Tage jede noch so abgelegene Ecke.

Ich habe schon ein eigenartiges Zeitalter erwischt. Ich habe erlebt, wie die Stadt entstanden ist, wie sie aufgebaut wurde. Gut, nicht ganz von Anfang an, Eisenhüttenstadt wurde Anfang der 50er Jahre sozusagen aus dem Waldboden gestampft, als Wohnstadt für die Arbeiter der Eisenhüttenwerkes. Aber ich konnte erleben, wie Bäume gefällt und Häuser gebaut wurden. Um für ein paar Jahre Heimat zu sein. Und ich musste erleben, wie alles wieder wird, wie es einmal war. Vielleicht werde ich nicht mehr sehen, wie aus dem Unkraut Bäume werden - nicht ganz jedenfalls.

Eine Frage stellt sich mir jedoch: Können Bäume vor Kummer sterben? Vor meinem Haus standen zwei Bäume, ein Ahorn und eine Kastanie. Schaute ich aus dem Küchenfenster, haben sie mich begrüßt. Sie waren immer da. Als wir in der Schule ein Herbarium fertigen mussten, habe ich sie dort verewigt. Sie waren auch da, als ich nach dem Tod meiner Mutter studenlang aus dem Küchenfenster starrte. Und sie waren da, als meine Tochter geboren wurde. Ab diesem Zeitpunkt habe ich jedes Jahr das Blühen der Kastanie bewußt erlebt. Weil meine Tochter dann jedes Mal ein Jahr älter wurde.

Als die Häuser für den Abriss feststanden und leergezogen wurden, wurden beide Bäume krank. Ich habe zugesehen, wie sie von Jahr zu Jahr immer schwächer wurden und zum Schluß kaum noch Blätter trugen.

Links eines der letzten Bilder - auch das Haus ist schon halb abgerissen. Heute habe ich von meinem Freund, dem Baum, nur noch den Rest gesehen. Aber eigentlich wollte ich nur laufen gehen. Und mal wieder in meiner alten Heimat vorbeischauen.

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Zum Training selbst: Hochintensive intervalle 4 x 4 und am Abend dann noch Feuerwehrübung. Außerdem noch 250 Startertüten für den Marathon bedrucken und bekleben.

Sonntag, 20. September 2009

Run & Bike

Heute hatte ich den ersten längeren Lauf für die Marathonvorbereitung geplant, aber Manfred hat heute seinen letzten freien Tag und da er, wie auch in den beiden Jahren zuvor, bei unserem Marathon wieder die Belieferung und Koordination der Verpflegungsstellen und Einsatzfahrzeuge übernehmen wird, und wir die Strecke etwas geändert haben, wollten wir diese gemeinsam mit dem Rad abfahren.

So bin ich gleich morgens gelaufen - auch nicht ganz so weit, sondern nur 20 km. Das ging schon wieder recht locker, mit einer Durchschnittspace von 5:24 auch voll im Soll - auch wenn`s ein schöner Lauf war - weiter hätt ich auch nicht laufen wollen heut, die 60 Kilometer von Bernau stecken wohl doch noch ein bischen in den Knochen. Anschließend rasch unter die Dusche und dann aufs MTB.


Hier gings dann gemütlicher zu und natürlich nicht ohne wichtige Stops zur Regulierung des Kohlenhydrat- und Flüssigkeitshaushaltes.

Navigation ala Schlaubetal
Ganz schön voll wars an der Bremsdorfer Mühle, nicht nur wir nutzten das schöne Wetter.



Das war also das letzte Wochenende dieses Sommers 2009! Eines Sommers, der nicht nur aus sportlicher Sicht einfach großartig war.


Samstag, 19. September 2009

Ein Samstag im September

Seit 3 Wochen ist dies das erste wettkampffreie Wochenende. Und nicht nur dies, es ist auch zudem noch ein Trainingsplanfreies. Auch einmal schön, nach der Disziplin der letzten Monate.

Weil es heute ein schöner Spätsommertag zu werden versprach und ich mich auch in der nächsten Zeit an meine damaligen Laufprinzipien halten möchte, nur jeden 2. Tag zu laufen, hab ich mir heute mein Rad noch einmal flott gemacht. Die erste Ausfahrt nach Zofingen. Solch ein Wetter muß man einfach nutzen, zumal es auch ein paar Kalorien zu verbrennen gilt. In den letzten Wochen habe ich ja außer Essen und zwei Kilo zunehmen nix gemacht.


Hier blüht noch einmal der Raps. Es ist immer ein komisches Gefühl, mit den Rapsfeldern verbinde ich eigentlich immer, daß die Saison kurz bevor steht - Frühling - aber es ist ein schönes Flair heute und auch den Duft der Felder, der ja meistens in diesen Tagen von anderer Note ist - auch den speichere ich ab. Ebenso wie die warme Sonne auf den Armen, den Wind um die Nase - für die vielen, vielen einsamen Trainingsstunden auf der Rolle im Winter.



Gel und Riegel brauche ich heute nicht, die Natur hat ihre Speisekammer geöffnet. Auch Zeit spielt keine Rolle. So bin ich für wunderschöne 80 km fast 3,5 Stunden unterwegs.


80 Kilometer, in denen ich auch noch einmal die letzten Wochen in Gedanken Revue passieren ließ. Wundervolle Zeit.

Dann nach Haus, den kleinen Hund geschnappt und wir sind zum See. Schließlich soll er im nächsten Jahr mit mir nicht nur Laufen und mich beim MTB begleiten...

Na ja, das müssen wir noch üben. Aber auf Nike Free hat er ein Auge geworfen.


Anschließend bin ich dann noch mit dem Großen, mit meinem Thommy über die Felder gezogen. Das hat ihm gefallen, ohne den kleinen Stresser, im frisch umgepflügten Feld zu wühlen.



Und sogar unsere Kinder haben wir heute einmal zu Gesicht bekommen.... ;o) Ein fast perfekter Tag ;o))

Freitag, 18. September 2009

Morgens

In den vergangenen zwei Wochen bin ich, sieht man von den Wettkämpfen einmal ab, nur ein einziges Mal gelaufen und auch sonst habe ich keinen Sport gemacht. Heute nun ist es vorbei mit der Faulenzerei, ich habe ja schließlich noch ein Ziel in diesem Jahr. Doch gemach... heute erstmal einen Morgenlauf für die Sinne, ganz ohne Uhr - dafür mit Hund. Ich hab den Kleinen heute zum ersten Mal mit zum Laufen genommen. 3 Kilometer über die Felder und wir wurden mit einem wundervollen Sonnenaufgang belohnt. Anschließend habe ich ihn zu Hause abgesetzt und bin noch allein weiter, in meinen Wald. Die noch tief hängende Morgensonne zauberte ein tolles Flair in den etwas kühlen Spätsommermorgen. Spinnweben im Gras, Tautropfen und in allem spiegelt sich das warme, orangene Licht. Nebel steigt auf weiter hinten an den Hügeln des Schlaubetals. Der Tag erwacht.

Mittwoch, 16. September 2009

Irgendwas ist immer

Und wenn schon kein Training, dann Übung für den Feuerwehr-Nachtausscheid Anfang Oktober. Wie auch im letzten Jahr hatte ich den Frühjahrsausscheid wegen meines Trainings gecancelt, aber nun ist die Saison ja vorbei und ich habe wieder ein bischen Potential übrig. Der Muskelkater, der ja eher ein kleines Miezekätzchen war, ist auch komplett verschwunden. Über diese schnelle Regeneration freue ich mich am Meisten, denn am Sonntag Morgen fühlte es sich so an, als würde ich den Muskelkater meines Lebens bekommen. Is aber nich... :o)

Also Auto rausgefahren....
Schläuche und Pumpe aufgebaut....
Start
Kuppeln (in Kobbeln)...
Schläuche wieder aufrollen....
und jetzt nochmal scharf mit Wasser....
knapp unter 60 sec.... - da geht noch was!
Es gibt auch noch ein kleines Video, das ist nicht wirklich spannend, aber es dient uns zur Fehleranalyse. Aufgenommen hats Maik, unser Coach, der leider nicht mit vor zum Spritzen konnte, weil er auf sein kleines Töchterchen aufpassen musste. Ach und falls es jemanden wundert, daß da Einige mit Wasserflasche losrennen - das simuliert die Handlampen im Nachtausscheid, die wir dann vom Veranstalter gestellt bekommen ;o)



Montag, 14. September 2009

Die Stunden nach den 6 Stunden


Zunächst einmal duschen, richtig schön heiß, das war Klasse. Danach nochmal die Beine eiskalt, aber das zog dann die restliche (nicht mehr vorhandene) Energie aus dem Körper - also dann doch nochmal ganz heiß... Danach was futtern, ein Weizen aus der Kühltasche, ein bischen mit den anderen plaudern und - bloß (!) nicht bewegen. Alles tut weh und ich melde Zweifel an, für die Staffel starten zu können. "Ab 0 Uhr" hatte ich im Vorfeld verkündet... never... Da hatte ich aber auch nur auf einen Long Jog spekuliert. 

Ich leg mich zunächst in mein Auto, da ist es warm und bequem, aber selbst im Liegen tun mir die Beine weh und schlafen ist nicht. Also wieder aufgestanden, bei den beiden Teams vorbeigeschaut, ein bischen gequatscht - na ja, irgendwann gegen 4 Uhr oder so hab ich es dann noch einmal versucht und konnte dann auch so ein/zwei Stündchen schön schlafen. Dann frisch machen, Frühstücken und in die Laufsachen. Wenigstens vom Kopf her war ich bereit, was der Rest des Körpers sagen würde, würde ich auf der Strecke sehen. Aber ich mußte laufen, es hilft nichts, sonst würden wir nicht als Mixed Team gewertet, wegen der Gleichheit Frauen/Männer. Also zumindest eine Runde muß ich mich über die Strecke quälen. Hab ich dann auch - und auch wenn jeder Schritt wirklich wehtat - es ging irgendwie. Und auch mein Team war natürlich von ihren Strapazen gezeichnet, sie hatten sich auf Platz 2 vorgelaufen und wollten das natürlich halten. Lumpige 3 Runden fielen dann nochmal auf mich, 3 Runden, die zwar weh taten, aber die mir gezeigt haben, daß es immer irgendwie weiter geht - egal wie`s einem geht. Und das gilt nicht nur für`s Laufen.

GESCHAFFT - 24 Stunden sind vorbei
Der Lohn der Mühe - Platz 2 mit 279,49 km
Die komplette Ergebnisliste - auch vom 6-Stundenlauf, gibts hier: KLICK und hier nochmal der Link zu unserem Live-Ticker, der immer noch leise vor sich hintickt: KLICK
Für mich gibts jetzt eine komplette Ruhewoche. Kein Sport geplant jedenfalls und ich denke, das zieh ich auch durch. Bei einer Sache könnt ich vielleicht noch mal schwach werden - Freiwasser, wenn das Wetter mitspielt. Aber das ist dann ja auch Just for fun und ist ja eher der Regeneration dienlich, als daß es ihr schadet. Und ab nächste Woche dann ein bischen Lauftraining - planlos versteht sich.

Sonntag, 13. September 2009

Mein Bernau 1/4

6 Stundenlauf! Schon oft gehört, noch nie selbst die Erfahrung gemacht, was es bedeutet, 6 Stunden lang wie ein Hamster im Rad immer die selbe 1,6km-Runde zu laufen. Mental sicher hart, aber ich hatte mir ja nichts weiter vorgenommen, als einen langen Lauf zu machen, irgendwas um die 30-35 km als Vorbereitung für Frankfurt. Wußte ja überhaupt nicht, wie fit ich nach Zofingen sein werde. Wenns gut läuft, dann vielleicht ein Marathon - einer mehr in der Sammlung - Nummer 19. Und dann aufhören oder noch ein bischen wandern um irgendwann für die Staffel weiterlaufen. So der Plan. Punkt 14 Uhr fällt der Startschuß für alle Rennen.
Die ersten zwei Stunden laufen sich locker weg, es macht Spaß, nichts tut weh, so kann es weitergehen. Ich laufe einen Schnitt um die 5:30/km, alles gut. Irgendwann aber am Ende des ersten Drittels merke ich schon meine Beine. Steckt wohl doch noch ein bischen Zofingen drin. Macht aber nix. Vom Minimalziel 30 km habe ich mich bereits verabschiedet, ein Marathon sollte gehen.

Hier habe ich mal die Kamera mit auf die Strecke genommen, um ein paar Impressionen einzufangen. Leider sind die anderen Bilder verwackelt, keine Zeit zum anhalten... ;o)
Die zweiten 2 Stunden sind angebrochen, es wird zunehmend härter. Das Tempo kann ich gut halten. Marathon immer noch im Blick - scheint kein Problem zu werden. Als ich nach glatt 3 Stunden durch die Zeitnahme laufe, verkündet der Sprecher, daß ich mit 34 km auf Platz 3 liege.... Schei$$... was ist das denn für ein Mist... ich wollte doch aussteigen dann irgendwann!!! Anett ruft es mir in der nächsten Runde noch einmal zu, mehr als ein kurzer Fluch bleibt mir nicht, ich muß mich konzentrieren und meine Ziele rasch neu stecken. Wenn ich den Platz halten kann, werde ich es durchziehen. Verdammt, das wird hart. Ich nehme ein bischen an Tempo heraus, sonst pack ich das nicht. Nach 4:02 hab ich meinen 19. Marathon im Sack.
Von jetzt an tuts richtig weh. Ich muß wirklich beißen, schon so lange gelaufen, noch so viel vor mir... Die letzte Stunde gönne ich mir meine Lieblingsmusik und laufe nur noch wie im Trance, sehe nur noch die Strecke, die langsam von der Abenddämmerung umhüllt wird und gerade an der Stadtmauer mystisch wirkt. Dank der automatischen Rundenzähler und des großen Bildschirms sehe ich immer meine genauen Kilometer und auch die Zeit, die noch bleibt. Ich rechne... 60 km könnten es werden... beiße noch einmal die Zähne zusammen. Aua, das tut weh, lege noch einmal etwas an Tempo zu, aber es ist wirklich hart. Ich denke an Zofingen letzte Woche - das war auch hart, aber die Zeit hat es wohl relativiert. Jetzt tut das hier weh, und wie. Als ich zum letzten Mal die Zeitnahme passiere, habe ich noch 4min bis zur Stunde 6 und 59,9km auf der Anzeige. Ich mobilisiere den letzten Rest an Muskelkraft und auch an mentaler Stärke... schaffe noch einmal 800 m, bis der Schuß fällt und ich auf den Vermesser warten darf. Die offizielle Wertung sagt dann 60,7 km - ich bin hochzufrieden und völlig erledigt. Meinen 3. Gesamtplatz konnte ich verteidigen.
Nach ein wenig Schlaf - es ist jetzt 8 Uhr, werde ich gleich meine erste Runde für die Manschaft drehen. Weiß aber noch nicht, wie das gehen soll.... ;o))

Samstag, 12. September 2009

Noch eine Stunde bis zum Start...

... aller Wettkämpfe und jeder hat so seine eigenen Rituale, sich vorzubereiten. Warmlaufen brauchen wir uns heute wohl nicht, es ist Topwetter, die Sonne scheint und wir haben genug Zeit, unterwegs warm zu werden. Zumindest, bis die Nacht hereinbricht. Dann wirds kühler. Fotos unsortiert, unkommentiert - live eben!

24 Stunden von Bernau - der countdown


Es geht los. Heute morgen kurz vor 8 Uhr treffen sich die Schlaubetaler, um dann zusammen nach Bernau zu fahren. Dort angekommen, gehts an den Aufbau der Basislager, meines im Auto

andere schlafen im Zelt - insofern man heute Nacht überhaupt zum Schlafen kommen wird.

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Auch Katrin ist schon da, wir haben uns zuletzt beim Schlaubetal-Hunderter gesehen


- und auf das Wiedersehen mit Elke habe ich mich schon lange gefreut! Ihr Wohnmobil dient uns für die nächsten etwa 30 Stunden auch als "Hauptquartier" oder Kommandozentrale, von wo aus wir unseren Live Ticker schreiben werden. Fotos regelmäßig hier!