sind unsere Kinder

Die Sorge um sie beginnt bereits, wenn sich noch nicht geboren sind. Werden sie gesund zur Welt kommen, ist alles "dran", was ran gehört... Dann geht es weiter, die erste "durchgeschlafene" Nacht löst wahre Panikattaken aus - atmen sie noch?
Später, wenn sie draußen spielen und doch im Eifer des Gefechtes vergessen haben, pünktlich nach Hause zu kommen. Wenn sie doch erst groß wären... denkt man sich oft.
Sind sie es dann, folgt der Führerschein und damit beginnt die Angst um die Kinder erst richtig. Jetzt, wo die Straßen schmierig werden, der erste Frost von heute Morgen Raureif auf Wiesen und Straßen zaubert - die Sorge um sie ist immer allgegenwärtig. Und dann die Meldung:
Eisenhüttenstadt (OSF) Die am Montag an einem schweren Verkehrsunfall beteiligte junge Frau ist am Donnertag im Krankenhaus Markendorf verstorben. Wie die Polizei mitteilte, erlag die 20-Jährige ihren schweren Verletzungen. Der Unfall ereignete sich am Montagabend in der Eisenhüttenstädter Lindenallee. Dabei wollte ihr Bekannter einen vor ihm fahrenden PKW mit dem Motorrad überholen und es kam zum Zusammenstoß. Der junge Mann und die junge Frau wurden hierbei schwer verletzt.
Das habe ich gestern Abend bereits von meinen Kindern gefahren. Beide kannten das Mädchen, mein Sohn auch den Fahrer. Das Zentrum von Eisenhüttenstadt ist ein Lichter- und Blumenmeer.
Eine Dummheit meiner Tochter hat mich heut morgen 75 Euro gekostet. Es tat ihr sichtlich leid und sie entschuldigte sich mehrfach bei mir: Meine Antwort darauf:
"Lieber 75 Euro als Blumen und Kerzen in der Lindenallee".
Wir sollten es nicht versäumen, unseren Kindern immer wieder zu sagen, wie wir sie lieben, und wie wichtig sie uns sind. Egal wie groß oder klein sie sind, sie bleiben ein Leben lang unsere Kinder und wir werden niemals aufhören, uns um sie zu sorgen.
Nachtrag heute, den 25. Oktober: Für meine Antwort gestern schenkte mir meine Tochter heute einen Strauß Blumen :o)