Montag, 28. April 2008

Bild-Kurzbericht über ein unvergessliches Erlebnis - Harzquerung 2008


Aus der Ferne grüßen schon die Berge, an der Autobahn die Rapsfelder des Harzer Vorlandes

Wernigerode - idyllisch, malerisch, faszinierend und einladend. Hier möchte man verweilen, auch wenn der Ort irgendwie ausgestorben scheint, um kurz vor 19 Uhr am Freitagabend.Übernachtung in der Turnhalle, ich finde das "wildromantisch" sozusagen. Ich habe aber auch einen gesunden Schlaf und kann mir das erlauben.


An der Talsperre Zillerbach

Zwei schnelle Quasselstrippen - macht`s gut Jungs, ihr seid mir heute zu schnell! 1. Verpflegung nach 11,5 km

Imperessionen von der Strecke












Eine Köhlerhütte, hier wird immer noch Holzkohle nach alter Tradition hergestellt.





Auch das ist Laufstrecke



Soviel Zeit muß sein - Fotostop nach ungefähr 27 Kilometern.



Hier gehts so steil bergab, daß Laufen unmöglich ist.



Auch Teil der Laufstrecke. Die Gleise der Harzquerbahn.



Kurz vor`m 4 km dauernden Anstieg zum Poppenberg.



Da kamen zwei Wanderer deswegs und philosophierten warum der Poppenberg Poppenberg heißt, und das es anstrengend wäre und kamen zu der Erkenntnis, daß das Wort Höhepunkt doch seinen Ursprung auf dem Poppenberg haben könnte.



Der Poppenberg - nach 39 Kilometern



Nur noch 12 Kilometer bis zum Ziel - erstmal gehts stramm bergab.


Leuchtende Frühlingswiesen



Blühende Obstbäume


Glücklich nach 51 Kilometern im Ziel - als Medaille die Sonne im Herzen.


Alle Harzquerulanten haben es geschafft!







Sonntag, 20. April 2008

Zwanzig rote Rosen...

... für mein kleines großes Mädchen, aus dem inzwischen eine junge Frau geworden ist.
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Einer von diesen Frühsommertagen,
Die hell und voller Versprechen sind.
An einen Baum gelehnt im Garten lagen
Wir, du und ich, Vater und Kind.
Du wieseltest auf allen vieren
Zu der verwitterten Gartenbank
Und fandest eins von diesen Krabbeltieren
Und eine Kinderstimme sang:´
Maikäfer fliege,
Daß ich dich nicht kriege!
Flieg hinaus ins weite Land,
Fliege fort von meiner Hand!
Noch einmal Tränen vor dem Kindergarten,
Schultüten und so viel Begeisterung.
Das Selbstbewußtsein kriegt die ersten Scharten,
Und das Vertrauen einen ersten Sprung.
Und immer wieder kommen Zeugnistage
Manchmal Kraftproben und Reiberei‘n.
Und jedes Wort erst mal auf die Goldwaage,
Und Feilschen um die Zeit, zu Haus zu sein.
Maikäfer fliege,
Daß ich dich nicht kriege!
Flieg hinaus ins weite Land,
Fliege fort von meiner Hand!
Die Zeit der Pflaster und der Schrammen
Auf deinen Knien liegt weit entfernt.
Manchmal stehen wir beide stumm beisammen.
Fliegen hast du längst gelernt.
Dein Bleiben ist nur noch Verweilen,
Gezählt und kostbar ist mir jeder Tag.
Und jedes Schweigen, das wir teilen,
Bis zum großen Flügelschlag.
Maikäfer fliege,
Daß ich dich nicht kriege!
Flieg hinaus ins weite Land,
Fliege fort von meiner Hand!
(R.Mey)

Montag, 7. April 2008

"Das ist mein Berlin, mein Berlin...

... Widerstand und Widersprüche,
Wirklichkeit und Utopien,
das ist mein Berlin"
(R.Mey)

Schön war`s in Berlin. Ankunft bei Rennschnecke, dann zur Messe mit Rennschneckchen im Gepäck, kein sinnlos T-Shirt gekauft, dafür den Event-Öko-Sack vom Veranstalter (ich meine hier das Shirt, was es offiziell gab, das irgendwie das Letzte, und sieht aus wie so ein Öko-Beutel....)

Danach zum Fori-Treffen beim Spanier, die kleinen Portionen sorgten dafür, das niemand mit Völlegefühl ins Bett musste... ;-)

Das war aber zweitrangig, viel schöner war das Wiedersehn mit lieben Freunden, Jan, Tessa, Ulf, Birgit, Angelika, Wolfgang und Gudrun.

Irgendwie kam ich morgens, bei diesem Wetter nicht richtig in die Puschen, zum Berliner Halbmarathon gehören Sonne und 20°. Erst beim Warmlaufen mit Steffi, kurz vorm Startschuss,
fühlte ich mich zu Schandtaten bereit.


Nach bereits einer Minute war ich über die Matte, der erste Kilometer war geprägt vom Umschiffen der Halbstarken, die sich schneller wähnten als sie wirkich sind. Das hat mich manchmal schon geärgert, denn, auch wenn das ein zu schnelles Loslaufen verhindert, die verlorenen Sekunden müssen ja wieder aufgeholt werden, und das kostet Kraft.


Bis Kilometer 15 war ich stimmig mit den Durchgangszeiten, die ich mir auf die Hand geschrieben hatte. Irgendwann danach habe ich 90 sec. verloren. Eine neue Erfahrung habe ich auch gemacht. Bisher war immer mein Atem die Bremse beim Laufen, diesmal kam ich eigentlich nie außer Puste, aber die Beine waren am Limit. Ich weiß nicht genau, wie ich das beurteilen soll, aber ich glaube, es ist ein Fortschritt. Es fühlt sich jedenfalls besser an, als aus dem letzten Loch zu pfeifen ;-)


Der Rest ist schnell erzählt: Bei Kilometer 20 hatte ich einen Rückstand von 90 sec auf meine Bestzeit, da hab ich mich entschlossen, die restlichen 1100 m zu genießen, habe es getan, habe ganz viele Läufer auf dem Endspurt an mir vorbeiziehen sehen, habe das Publikum angelacht, mich gefreut, daß ich über eine Minute auf den 20 Kilometern schneller war, als letzte Woche beim Metallurgenlauf, und habe den Zieleinlauf genossen. 01:41:12 - das ist immerhin noch einige Sekunden schneller als 2006, wo es eine Bestzeit für mich war, und nach der ich mich ziemlich im Eimer fühlte.
Danach haben wir in üblicher Manier den Tag mit einigen Foris, lecker Essen und Weizenbier und einem Foto am Neptunbrunnen ausklingen lassen. Schön war`s allemal in Berlin. Auf ein Neues im nächsten Jahr - ganz sicher!!!

Samstag, 5. April 2008

Rolle, Ausschlafen und ein Morgenlauf

Ich hatte ja überlegt, ob ich gestern auf die Rolle, oder lieber ins Schwimmbad, oder Beides.... Na ja, ich habe mich dann jedenfalls von 18 bis 19 Uhr für ne lockere Stunde auf die Rolle geschwungen, den Jacobsweg gepilgert und eigentlich war ich schon drauf und dran, in`s Schwimmbad zu fahren.

Doch der Gedanke, dann nicht vor 21 Uhr zurück zu sein, und vorallem, danach wieder putzmunter und vor 12 nicht müde zu sein, hat mich dann doch zur Vernunft gebracht. So bin ich mal richtig zeitig, also um 21 Uhr in mein Bettchen, habe geschlagene 10 Stunden geschlafen (ach war das schön) und morgens bin ich dann aus dem Bett heraus gleich in meine Laufsachen gerollt.

Nebel und Raureif hing über den Feldern, die Sonne hatte aber schon ein wenig Kraft, durch den Nebel hindurchzuluken. Die Vögel machten einen Krach, wunderschön war es. Gute 4 lockere Kilometer mit meinem Hund, danach duschen, Frühstück mit meinem Mann und meinem Sohn, nun ein kurzer Eintrag im Blog - und jetzt:

Auf gehts - Berlin, ick komme!!!