Dienstag, 28. September 2010

Ich weiß genau...

was ich morgen in genau einem Jahr tun werde... :o))



Yippiee - ich hab eine :o) Leider war es mir erst möglich, eine Stunde nach Verkaufsbeginn online zu gehen. Da war die erste Reihe (die ich mir beim Reinhard immer gönne) bereits ausverkauft und auch in Reihe zwei blinkte mich nur noch ein einziges Plätzchen an - MEINS :o)

Jetzt kann ich mich ein ganzes Jahr vorfreuen :o)
Die Mairegen-CD ist nach langer Zeit wieder mal eine leise CD (so, wie ich sie lieber mag), nicht zuletzt geprägt von der Sorge um seinen jüngsten Sohn. Meine persönlichen Favoriten: "Das erste Mal", "Gegen den Wind", "Drachenblut", "Das Butterbrot" und "Wir sind eins".


Ja, und dann gab es in den letzten Tagen auch noch im Brandenburgischen ein Oktoberfest (genau so bekloppt in September)


aber ich mag nicht zu sehr meinen guten Ruf ruinieren (wenn es den überhaupt je gab...;o))
und deshalb gibts diesmal keinen Bericht von der Bierfront ;o)

Und sonst so...

ja, auch hier hat der Herbst Einzug gehalten, und zwar mit all seinen üblen Launen. Sturm und Dauerregen (es regnet seit 4 Tagen und wird gar nicht richtig hell).

Nichts desto Trotz nutzte ich ein Loch in der Wolkendecke. Wollte mal wieder komplett Asphalt laufen, nach so vielen Waldläufen. Über die Insel am Oder-Spree-Kanal auf den Oderdamm und zurück. Ganz genau 10 Kilometer in - 52:30min!!! Das hat mich selbst erstaunt. Zwar zügig, dennoch locker ein 5:15er Schnitt! Ich bin ja gar nicht so lahm, wie ich dachte!
Gutes Training.

Freitag, 24. September 2010

Seen, Berge, Wiesn

Phantastisches Wetter - und ich in Ehrwald. Das beides als "Gesamtpaket gab es ja bisher noch nicht allzu oft ;o) Also bin ich am Samstag meine Lieblings-Radrunde am Plansee entlang gefahren. Voll auf Genuss. An der Ettaler Mühle dann traf ich mich am Nachmittag mit Erich, um rasch die Sachen zu wechseln, das Rad ins Auto zu schmeißen und dann ging es zu zweit im Laufschritt entlang der Ammer nach Oberammergau.
Auf dem Weg dorthin treffen wir auf die "Bärenhöhle" leider hatten wir weder unseren "Experten" noch eine Kamera dabei und deshalb gibt es keine eigenen Fotos. Der Link bringt aber alles gut herüber.
In Oberammergau gibt es derzeit noch die Passionsspiele, die nur alle 10 Jahre stattfinden. Wir drehen also eine kleine Runde um das Festspielhaus und schauen kurz hinein. Doch mit unseren Laufsachen passen wir irgendwie nicht so ganz ins Bild ;o)
Am anderen Ufer der Ammer geht es zurück zur Ettaler Mühle und nach einem Bad im (zumindest für MICH) eiskalten Bach haben wir uns ein kühles Ettaler verdient.
***
Da der nächste Tag versprach, wettertechnisch noch schöner zu werden, gings wieder einmal in die Bergschuhe. Mit Start am Fernpass stieg ich auf mal schmalen, mal breiteren Wegen, mal steiler, mal seichter, aber stetig bergauf.
Bereits nach einigen Höhenmetern bietet sich ein traumhaftes Bild vom Blindsee, der so nie ganz aus dem Blickwinkel verschwindet. Die am Beginn der Tour angegebene Gehzeit von 2,5 Stunden bis zur Grubigalm ist sicher für Fußkranke - nach 1,5 Stunden erreiche ich die Alm...
auf 1700 Metern. Noch gut bekannt ist mir der Ort, führte doch der im letzten Jahr aufgrund des schlechten Wetters verlegte Zugspitzextremberglauf hier herauf. Allerdings war der Weg, den ich heute ging, tausend Mal schöner, als der Fahrweg, auf dem einst der Lauf entlang führte.
Nach einer kurzen Pause auf der Alm hatte ich noch ein bisschen Zeit und die 300 Meter höher gelegene Grubighütte lachte mich im Sonnenschein an. Also noch hinauf...
... und von dort nach kurzer Pause


... über recht steile Skihänge und Wildnis mit flotten Schritt hinunter. Langsam saß mir dann doch die Zeit im Nacken, also noch ein bisschen schneller...

...schließlich wollte ich pünktlich am vereinbarten Treffpunkt sein. Zum Einen ist mir Pünktlichkeit sowieso wichtig, zum Anderen zählt eben jede Minute, die wir miteinander vebringen können.
Ich habs nicht ganz geschafft. Mit 10minütiger Verspätung treffe ich mich mit Erich, um noch ein wenig "auszulaufen". Den Blindsee hatte ich ja bereits auf meiner Wanderung von Oben bewundern dürfen...


...nun ging es noch einmal im Laufschritt um ihn herum.



Diese Laufstrecke ist mal etwas ganz Anderes...

...aber traumhaft schön!


Wieder ein schöner Tag. Allein und zu Zweit - und Morgen gehts gemeinsam auf die Wiesn!!!

***

Es ist Montag, bereits seit Samstag tobt die Wiesn. Ich hab sie ja bisher noch nie erlebt, na ja, und wenn ich schon mal da bin (oder besser gesagt, ihr so ganz nah bin...)

Mit dem Zug ging es von Ehrwald über Garmisch nach München. Bereits im Zug kam Stimmung auf, das Frühstück dem Tagesthema angepasst - und so rechts und links von uns alles Typen, denen man es meist wegen ihrer Kleidung gleich ansah, welches Ziel sie heute hatten. Einer nannte sich "der lustige Hans" - Lachen hab ich ihn nicht gesehen... ;o)))

Erstes Ziel auf der Wiesn: Das Augustinerzelt. Der Grund dafür ist einfach: das ist unser Lieblingsbier.


Unser dreier.... ;o)

Zu zweit einen Platz zu bekommen, ist meist noch überall möglich - aber es ist ja auch gerade mal 12 Uhr Mittags ;o)


Doch auch ein bisschen Kultur darf sein,
und so haben wir vom 50 m hohen Riesenrad aus...


einen phantastischen Blick über die ganze Wiesn
und die Stadt überhaupt.


Unterdessen steigt in den Zelten mit dem Alkoholpegel
auch die Stimmung...
... und wir durchstreifen noch das eine oder andere,
um ein bisschen vom Flair mitzubekommen.


Dann gehts nochmal hoch hinaus und es gibt etwas Wind um die Nase, auf dem etwas überdimensionierten Kettenkarussel,
Am Abend gehts dann mit dem Zug wieder nach Ehrwald zurück.
Nun kenn ich sie also auch - die Wiesn. Schön fand ich`s! Wie überhaupt alles, was wir zusammen tun!

Donnerstag, 16. September 2010

Wir haben ihn wieder...

...unseren Akki, wie er von den Eisenhüttenstädtern liebevoll genannt wird.


In den 50ern als "Vergnügungslokal für die Werktätigen" erbaut, war er bis zur Wende ein beliebter Treffpunkt. Disco, Tanz oder einfach nur gutes Essen oder ein Glas Bier.
Wohl für so ziemlich Jeden, der hier in Eisenhüttenstadt aufgewachsen ist, steckt das alte Haus voller Erinnerungen. Nach der Wende sah es mächtig traurig aus, für unseren Akki, eigentlich "Aktivist". Keiner wollte solch eine sozialistische Erbschaft antreten, und so verfiel das Haus immer mehr und bot einen traurigen Anblick.
Doch dann hatte die Eisenhüttenstädter Wohnungsgenossenschaft die geniale Idee, dem Akki wieder neues Leben einzuhauchen, zwar zweckentfremdet, aber in altem Charme. Nun ist er Sitz des Unternehmens - aber die alte Bierstube, oder auch "Schwemme" - wie sie hier genannt wird, die gibt es immer noch - oder wieder.


Wir haben sie kurzerhand zu unserem Vereinslokal erklärt und dort heute unsere Marathonversammlung abgehalten.


Schön ist es geworden - alles genau wie früher, alle Details wieder hergestellt, die Figuren an den Wänden, die Kronleuchter - ja sogar noch echte Glühbirnen gibt es.

Schön, daß sich manche Dinge nie ändern!

MOZ-Artikel: KLICK

Livecam: KLICK

Einfach Laufen!

Groß ist er geworden. Und frech! Rüpelalter eben. Aber es macht Spaß, mit ihm gemeinsam
durch den Wald und über die Wiesen zu toben.


Einfach laufen eben.

Mal wieder in meinem Lieblingswald.

Die Natur gibt sich alle Mühe.


Und der Klautzkesee lädt zum Baden ein.


Mich allerdings nicht, lange geb ich Ayo auch nicht Zeit, sich zu erfrischen, sonst bin ich von Mücken aufgefressen.


Also weiter. Schweren Herzens muß ich ihn stehen lassen...


... und diese hier (nein, ich hätte auch wirklich keine Verwendung dafür ;o))


Also nur ein Foto und wieder...


hinaus aus dem Wald, samt Hund


über (Noch)Sommerwiesen ins Dorf zurück.


Geiles Leben o)

Sonntag, 12. September 2010

Septembersonne

Das Training in der Off Season ist einfach nur geil! Alles kann, nichts muß. Ich fühle mich zurückversetzt in die Jahre, in denen ich noch völlig ohne Trainingsplan durch die Gegend rannte. Einen solchen habe ich ja erst, seit ich Triathlon betreibe. Was auch Sinn macht, damit man sich nicht abschießt, bei 3 Disziplinen.

Aber im Moment brauche ich keinen. Ich laufe alle 2 Tage, und das mit einer, wie auch schon im letzten Jahr wieder entdeckten großen Freude. Pure Lust am Laufen, ohne Druck. Und aus dieser Lust heraus liebäugele ich mit dem Windstopper Trailrun im November. Das Einzige, was mich im Moment noch ein bisschen abschreckt, ist die Höhe des Startgeldes. Aber es sind immerhin auch 3 Tage und verspricht außerdem ein Wiedersehen mit lieben Freunden. Mal schauen.

Nach dem gestrigen Lauf um den Müllroser See mit anschließendem Bad in selbigem, wollte ich heute diesen tollen Sommertag im September nutzen, um nochmal auf dem Rad ein bisschen durch`s heimatliche Land zu streifen. Dabei alles einfangen, aufsaugen, und im Kopf konservieren für viele lange Wintertrainings auf der Rolle.

Nach 35 Kilometern erreiche ich das in der Vergangenheit oft in die Medien geratene Pegelhäuschen in Ratzdorf. Hier, direkt an der Grenze zu Polen, fließen Neisse und Oder zusammen. Aktueller Wasserstand am Häuschen: 4,10 m stehen auf der Digitalanzeige.

Nach 4 also ;o) Darum gibts hier in der Kajüte eine kleine Pause. Hier ist die Welt irgendwie immer noch so richtig in Ordnung.
Vorm Dorfkrug stehen ratlos
ein paar Kästen leere Flaschen.
Im Schaukasten gilbt ein Menü
aus längst vergang‘ner Zeit.
Der Regen hat die Kreide
von den Schrifttafeln gewaschen,
Wer jetzt noch hierher kommt,
der weiß ja sowieso Bescheid.
Wer jetzt noch hierher kommt,
der hat gelernt, sich zu bescheiden,
Und wenn er wieder geht,
wird er ein Stückchen weiser sein:
Du brauchst im Leben wirklich nur,
um keine Not zu leiden,
Einen Freund, ein Stück Brot,
ein Töpfchen Schmalz und ein Glas Wein!
Und all das gibt es hier
noch allemal an allen Tagen,
Und wenn du klug bist,
werden Leib und Seele satt davon.
„Und übrigens, die Runde geht auf mich!“
hör‘ ich mich sagen.
Ich liebe das Ende der Saison
(R.Mey)
Nicht nur Radfahrer kehren hier ein.
wenn auch der neu sanierte Deich ein wirkliches Paradies zum Radfahren darstellt. Im Gegensatz zu früher, bzw. zu den unsanierten Teilstücken,


fährt man nun mit voller Sicht auf die Oder zur einen...



...und das Naturschutzgebiet zur anderen Seite.



Schafe sind hier verboten...

... was das Sonntagspicknik mancher Ausflügler sicher angenehmer macht.


Ich wollte auch mal aufs Foto, bevor ich nach guten 50 Kilometern meine Stadt wieder erreiche.

Irgendwie liebe ich dieses zwanglose Training in der Zwischensaison, egal, an welchem Ort ich gerade bin. :o)