Freitag, 30. Oktober 2009

Nun doch ein paar Zahlen

Da versucht man gerade, die Schmach des letzten Marathons zu vergessen, da fliegt eine Mail ins Haus und holt einen wieder in die Realität zurück... ;o) Na gut, dann gibts eben doch noch ein paar Daten:

 Bislang hatte ich es unterlassen, in die Splits zu schauen, auch den Garmin hatte ich bisher noch nicht wieder an. Na ja, immerhin bin ich die letzen Kilometer gleichmäßig einen 6er Schnitt gejoggt (inklusive Quasselpausen). Wenigstens lege ich Konstanz an den Tag ;o)

Aber es gab heute auch schöne Posts, von Klaus aus dem Triathlon-Szene-Forum nämlich. Er und Andy haben den Getränkestand an Kilometer 34 betreut und Klaus hat mich da in einer für mich sehr schwierigen Situation erwischt. Das waren die Kilometer, in denen ich mir nicht sicher war, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe, aber um das Blatt zu wenden, also noch auf PB zu laufen, war es schon zu spät. Als er mir dann zurief, freute ich mich unglaublich, ihn zu sehen, und auch Andy dann noch. Nun war alles gut, wir haben ein paar Minuten nett geplaudert, das hat mir unheimlich viel Kraft gegeben. Das Foto entstand kurz nach der "Entdeckung" - vorher habe ich nicht so gelächelt ;o)


So, das wars nun aber endgültig zu Frankfurt. Einen ausführlichen Bericht werde ich nicht schreiben.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Off Season


Das war`s also! Das war die Saison 2009. Für mich, auch wenn der Abschluß mit dem Frankfurt Marathon nicht so verlaufen ist, wie ich es mir erhofft hatte, eine großartige Saison. Nicht nur aus rein sportlicher Sicht. Besonders die vielen persönlichen Begegnungen zu den Wettkämpfen und drum herum sind das, was diese Saison so besonders macht. Ich möchte absichtlich keine Namen nennen, es waren so viele und ich habe Angst, jemanden zu vergessen. Aber ich danke Allen, denen ich in dieser Saison an irgend einem Ort, in der Wechselzone, im Ziel, an der Strecke oder wo auch immer, begegnet bin.

Aus sportlicher Sicht kann ich sagen, daß ich über meine Schwimmform am Anfang der Saison sehr erfreut war. Aufgrund der vielen Wettkämpfe (ich kanns eben nicht lassen) hat das Schwimmtraining am ehesten gelitten und zum Ende der Triathlon Saison war das dann auch zu merken. Also bleibt das Schwimmen meine schwächste Disziplin - und deshalb die, wo ich am meisten dran feilen muß. Feilen werde.

Auf dem Rad haben sich die vielen Trainingskilometer ausgezahlt. Als ich irgendwann im späten Frühjahr meinen ersten Hunderter fuhr, da war das wie das Einreißen einer Schallmauer. Nun gibts keine Grenzen mehr nach Oben. Beim Powerman in Zofingen dann mein vorläufiger Streckenlängenrekord von 150 Kilometern. Gut das ich Zofingen mitgenommen habe. Das hilft mir (gerade auch nach dem verpatzten Frankfurt-Marathon) vom Kopf her sehr für den IronMan. Vom Tempo her bin ich noch nicht hundertprozentig zufrieden. Hier gibts Potential, obwohl ich mich über die Steigerung zum Vorjahr natürlich schon gefreut habe. Doch ist der Radpart ja jener, wo ich für mich die größte Möglichkeit sehe, die Schwimmleistung zu kompensieren.

Beim Laufen habe ich in den letzten Monaten einen "Quantensprung" erfahren. Auch wenn ich das Potential am letzten Wochenende nicht ausspielen konnte. Doch dazu später. Bereits bei den Triathlon-Wettkämpfen spürte ich die steigende Laufform, bin dann Ende August um nur 2 Sekunden an meiner Persönlichen Bestzeit auf 10 km Solo vorbeigeschrammt. Bei einem Triathlon! Das Trainingstempo erhöhte sich um ca eine ganze Minute pro Kilometer bei gleichbleibendem Wohlfühl-Gefühl. [Ich sollte anfangen, mit Pulsmessung zu laufen, ich vergess das nur dauernd ;o)] Das, zusammen mit einer einzigartigen Freude am Laufen selbst, wie ich sie über all die Jahre noch nicht gespürt hatte, ließen ein bischen zu viel Euphorie aufkommen. Ich hatte gehofft, wenn ich im Training locker eine 5:10er Pace laufen kann, dann schaff ich auf den Marathon doch ebenso locker eine 4:50er. Lumpige 20 Sekunden. Bei all meinen vorherigen Bestzeiten auf dieser Distanz war der Unterschied wesentlich höher...

Ich hatte einmal in meiner Signatur stehen: "Erfolg verleiht Flügel. Verleiht - nicht verkauft oder verschenkt". Daran hätte ich denken sollen, in der Vorbereitung. Einen Marathon sub 3:30 (eigentlich habe ich ja sogar auf 3:25 geschielt) läuft man eben nicht mit  rund 50-60 Trainingskilometern pro Woche. Vielleicht mit zusätzlichem Radtraining, denn dieser Kombination hatte ich die gute Form zu verdanken. Nur ein einziges Mal  vor dem Marathon konnte ich etwas über 80 Kilometer aufweisen. Und das, genau das war es, was meine Form schrumpfen lies. In den letzten 3 Wochen. Nach dem Halbmarathon in Cottbus, der zwar eine knappe Bestzeit ergab, nachdem ich jedoch bereits nicht zufrieden war, weil ich mir mehr erhofft hatte. Und von da an kam der Kopf hinzu. Der das wußte. Und der mir in Frankfurt bereits im Vorfeld sagte: das packst Du nicht. Deine gute Form ist weg. Du hast falsch trainiert. Man kann die Form nicht wie einen Gummi ziehen, man muß etwas mehr dafür tun. Vielleicht hätten die Beine es noch einmal getan am Sonntag, vielleicht hätten sie einfach nochmal richtig Gas geben können. Aber nicht, wenn der Kopf nicht will. Und der wollte nicht. Mehr bleibt nicht zu sagen - auch wenn es mein 20. Marathon war. Das mag emotionslos klingen, ist es aber nicht. Es wurmt mich schon noch. Aber ändern kann ich es nicht mehr.

Jetzt ist Pause - off season eben. Die ich auch genau so verstehe. Gestern war ich ausgiebig in der Sauna und zwischendrin einmal kurz im Schwimmbad. Das erste Mal seit Ende August. Ging noch. Locker 500 Meter waren es, bevor ich mich wieder der Gammelei in der Sauna hingab :o) Ach ja, vorher noch in den Whirlpool, wenn schon, denn schon. Zwei Wochen Sport just for fun. Am Wochenende werde ich einmal den kleinen Hund zum Laufen mitnehmen. Und vielleicht ein bischen Rad fahren, MTB oder nochmal mit dem Blitz, wenn das Wetter schön wird. Aber mehr auch nicht.

Mitte November beginnt dann mein Trainigsplan für Klagenfurt. Mit meinem Freund Oli werde ich von da an im Forum gemeinsam einen Trainingsblog schreiben, so wie ich es vor einem Jahr mit Sandra getan habe. Ich freu mich auf alles, was da kommt.

Montag, 26. Oktober 2009

"Schnauze, lauf!!!" ....

... knurrt Martin mich an, als ich bei Kilometer 25 irgendwas von "ich pack das heut nicht..." jammere! An Martin hat es gestern nicht gelegen, ganz bestimmt nicht.


Ich habs also nicht geschafft .o( Zuviel gewollt, zu hoch gepokert mit 4:50er Pace, 4:58 hätten auch gelangt. Der Marathonrechner hat mir eine 3:21er Endzeit vorhergesagt, ich hatte mit meinem 3:28er Plan schon entschärft - aber die Form war einfach weg. Irgendwo in den vergangenen 3 Wochen hab ich sie im Schlaubetal verloren. Auch vom Kopf her hat es einfach nicht gestimmt.

Nun bin ich mir sicher: das war der letzte Bestzeitenversuch auf Teufel komm raus. Diesen Stress vom Kopf her will ich nicht mehr. Ich hatte nach meinem allerersten Marathon in Berlin im Jahr 2005 beschlossen: Marathon soll Genuss bleiben. Daran werde ich mich ab sofort auch wieder halten. Was zählt es schon in einem Leben, ob man 3:29 oder 3:32 als persönliche Bestzeit angeben kann. NICHTS.

Vielleicht schreibe ich noch einen ausführlichen Bericht, dafür ist es aber noch zu früh, noch nicht klar im Kopf. Nur rasch in Kürze: Nach 27 Kilometern hatte ich das Projekt "Sub 3:30" abgebrochen, obwohl wir noch im Zeitplan lagen. Ich konnte das Tempo nicht mehr so hoch halten, ich hatte keine Lust mehr, mich so zu quälen. Ich habe dann unterwegs noch viele nette Begegnungen gehabt, Leute vom TS-Forum an den Versorgungsständen, Heidi mit den rosa Püscheln und Hanka, wo ich jeweils noch einige Minuten verquasselte und nicht zuletzt den Triathleten und Lanzarote-Finisher, der sich auch verkalkuliert hatte und mit dem ich die Kilometer 35 bis 39 gemeinsam lief.

Das Beste an diesem Wochenende waren wie immer die Begegnungen mit den Menschen, das Wiedersehen mit lieben Freunden nach einigen Jahren und das Kennenlernen jener, die ich bereits lange vom Forum aus kannte, aber noch nie gesehen hatte. Es hat sich also trotz der miesen Leistung von 3:42:xx gelohnt, nach Frankfurt zu fahren. Ich danke Allen, die mir die Daumen gedrückt haben.

Nachtrag: Martin hat seinen Bericht schon online: KLICK


Samstag, 24. Oktober 2009

Kurze Meldung von der Marathonfront

Pünktlich um 7 Uhr heute morgen gings los mit Anett gemeinsam von dem einen Frankfurt in das andere. Ganze 5 Stunden später waren wir auch schon - ohne uns auch nur ein einzigstes Mal zu verfahren, am Ziel in unserem Hotel. Also 5 Stunden für 650 Kilometer ist schon mal ein guter Schnitt und zumindest diese Bestzeit hätten wir im Sack.

Dann ein bischen ausspannen und auf die Messe, Startunterlagen holen, anschließend Pasta-Party in der Festhalle, die Morgen das Ziel aller Träume sein wird, einen ganzen Haufen lieber Foris getroffen und anschließend noch zum Italiener ein paar U-Bahnstationen weiter. Viel zu schreiben gibts ja nicht, Fori-Treffen sind immer richtig schön, so auch dieses. Der Kellner hatte reichlich zu tun, an unserem 20er-Tisch.

Heute Nacht wird uns ja eine Stunde geschenkt, so daß der ohnehin schon späte Start um 10 Uhr morgen doch sehr angenehm ist. Im Folgenden einfach ein paar Bildchen.



Auf dem Weg zur Messe



In der Messehalle, da unten wird morgen der Zieleinlauf über den roten Teppich sein.


Meinen Fredy habe ich auch im großen Frankfurt wiedergefunden :o)


Aber alles verraten wir dann doch nicht (das Geheimnis unseres Erfolges zum Beispiel)

Freitag, 23. Oktober 2009

Der letzte kurze Lauf...

... heute war wie erwartet - bescheiden. Nicht unbedingt schlecht, aber ich habe mich schon besser gefühlt, dieses Jahr. Eigentlich ist alles, wie es sein muß. Dennoch bin ich ein bischen skeptisch, ob nicht meine beste Zeit in diesem Jahr schon vorbei ist. Immerhin war es eine lange und harte Saison. Eine geile dazu! Und deshalb bin ich mir nicht sicher, ob ich diese gute Form so lange hinziehen kann, hinzu kommt das wenige Training. Schließlich hatte ich mir die gute Form durch das Triathlon-Training erarbeitet, also auch und vorallem durch die Radeinheiten. Die habe ich ja komplett weggelassen. Vom Schwimmen ganz zu schweigen. So fühle ich mich jetzt zum Beispiel von den Beinen mal abgesehen, mit dem Rest des Körpers ziemlich eingerostet. Kraft und Rumpfstabi habe ich komplett vernachlässigt. Außerdem bin ich mindestens zwei Kilo zu schwer... Oh je, wie heißt es so schön: "Die Lage ist hoffnungslos, wir werden viel Spaß haben". Na ja, immerhin habe ich mit Martin einen lieben Freund an meiner Seite, am Sonntag. Ihm kann ich dann ja zur Not heldenhaft zurufen: "Geh ohne mich weiter, ich werde sterben..." ;o))

2006 bin ich ja in Frankfurt schon einmal gelaufen und um noch ein bischen weiter zu jammern:  als Wiederholungstäter hatte ich bisher noch nie Glück. Alles, was ich bisher zum zweiten Mal gelaufen bin, war enttäuschend. Ich denke nur an Rennsteig und Untertage. So, nun habe ich hoffentlich genug Pessimismus versprüht! Ich bitte auch nicht um Kommentare wie: "Du schaffst das schon"!

Wer jetzt allerdings glaubt, es ginge mir schlecht, der irrt! Es geht mir sehr gut und ich freue mich rießig auf Frankfurt, die Foris, den Zieleinlauf in der Festhalle und das ganze Drumherum! Und übermorgen um diese Zeit wissen wir mehr!

Montag, 19. Oktober 2009

Geschafft: Unser Dritter


Wir haben es geschafft! Der 3. Schlaubetal-Marathon hatte einen Teilnehmerrekord und mit der Verlegung auf die Inselhalle auch wieder einen Qualitätssprung erfahren. Es gab viel, viel positives Feedback und das tut natürlich schon gut. Am Freitag Abend (ich habe bei Bianka übernachtet, weil die Nacht so kurz ist und ich mir die An- und Abfahrt sparen wollte) haben wir beide festgestellt, daß es doch eigentlich ein gutes Zeichen ist, daß wir uns bei der dritten Auflage am Vorabend ein gemeinsames Bierchen gönnen können! Also das schon so viel Gelassenheit und Zeit da ist. Wir haben aber auch inzwischen ein tolles Team um uns herum, das ist eine wunderbare Erfahrung.



Ein paar kleine Stresssituationen gab es natürlich schon am Marathontag, aber wir haben über kurz oder lang alles in den Griff bekommen - na ja, fast alles - so daß doch die Mehrzahl der Läufer hinterher ein Strahlen im Gesicht hatte: der schönste Lohn.


Genau so schön, wie das Wiedersehen mit so vielen Foris - bzw. das Kennenlernen. Da warRalf, der den Vorjahressieger in diesem Jahr hinter sich lies und trotzdem zum dritten Mal nur knapp dem Treppchen engangen ist, Binchen, die beim ersten Mal verletzungsbedingt nicht starten konnte, aber als Helfer einsprang und die dieses mal einen grandiosen zweiten Platz auf der Halbmarathonstrecke erreichte. Tati, mit der ich 2006 über den Rennsteig feierte,


Lars, der hier Kopf steht und der die Initialzündung zur Idee überhaupt lieferte und seine Frau Sindi,


Anett, Bianka und Beate sowieso, die ja zum neuen Schlaubetal-Marathon-Verein gehören. Dann habe ich endlich den Joe kennengelernt,


der so ganz anders ist als im Forum (also viel lieber;oP), der Matti aus Dresden (der ist auch lieb ;o))


und Elke natürlich


die auch vom ersten Mal an mit dabei waren und die einfach zu uns gehört. Das sind die Momente, in denen man  weiß: es hat sich gelohnt.
Die Nacht von Samstag auf Sonntag war ebenfalls kurz - Party muß schließlich sein. Wir haben dann irgendwann in der Nacht die Inselhalle abgeschlossen um am nächsten Morgen punkt 10 wieder vor Ort zu sein, zum Aufräumen, Abbauen und so Dingen. Und anschließend konnten wir selbst noch ein bischen Schlaubetal-Marathon-Luft schnuppern: beim Abräumen der Strecken. 3,5 Stunden waren wir mit zwei Fahrzeugen unterwegs.


Ich hoffe, daß der miese Lauf heute darauf zurückzuführen ist: "Gas, Kupplung, Bremse, raus aus`m Bulli, rein in`n Bulli, Gas, Kupplung, Bremse, raus aus`m Bulli...."


Denn der heutige Lauf war eigentlich, obwohl landschaftlich geil, eine völlige Katastrophe.


Wo ist meine Leichtigkeit der letzten Wochen geblieben? Zu den schweren Beinen kommen muskuläre Probleme im hinteren linken Oberschenkel... :o( Ist das nur billiges Vorwettkampfgejammer oder steckt da mehr dahinter? Ich hoffe nicht. Den letzten längeren Lauf mit 23,5 km habe ich heute nur in einer Pace von 5:45 hinbekommen. Für die nächsten Tage gilt auf jedenfall völlige Erholung, nur noch zwei kurze Läufe im MRT, bischen mehr schlafen und carboloading. Is ja auch schön :o)

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Ruhe vor dem Sturm...

... nein, war es nicht wirklich heute, aber ich habe mir die Freiheit herausgenommen, noch einmal vor den "tollen Tagen" ganz mit mir allein zu sein: ich war noch einmal laufen heute, in meinem Schlaubetal, das dann in zwei Tagen über 350 anderen Läufern gehört :o) Aber ehrlich, das war jetzt der 3. Sauwetterlauf hintereinander - langsam reichts! Auch wenn ich im Moment eine Riesenfreude am Laufen habe, so, wie ich sie, glaube ich seit Ewigkeiten (wenn 5 Jahre eine Ewigkeit sein können) noch nie spürte - ich will endlich mal wieder Sonne! Es regnet hier seit Sonntag ununterbrochen und kalt ist es auch! Gestern bin ich 11 km inkl. 3 x 2000 m in 4:44 (soll 4:50) gelaufen, heute dann 17 km im 5:20er-Schnitt durch Matschepampe. Fühl mich recht fit. Und genieße gerade jetzt am Abend noch ein bischen die "Ruhe vor dem Sturm"  Danke Hase  für den tollen Tipp hier:



d:o)

Dienstag, 13. Oktober 2009

Alles in Sack und Tüten...


...haben wir seit heute für unseren Schlaubetal-Marathon Mit bisher 350 Voranmeldungen haben wir den absoluten Melderekord unserer bisher 3-jährigen Geschichte geschafft. Cool, das freut uns natürlich. Beim Startnummern eintüten war heute jede Hand gefragt, was mich besonders freute war, daß auch meine beiden Kinder mit dabei waren :o)


Nun hoffen wir nur noch alle, das das Wetter einigermaßen mitspielt. Im Moment ist es eisig kalt hier und es regnet hin und wieder. Aber ab und an ein Sonnenstrahl hat heute sogar einen Regenbogen an den Himmel gezaubert. Ein paar Grad mehr wären allerdings nicht zu verachten.

Sogar die Sicherheitsnadeln sind goldig - im Schlaubetal
Training mußte heute leider ausfallen, wegen der Vorbereitung, ich war den ganzen Tag unterwegs, in Frankfurt, Neuzelle, Hütte - und arbeiten war ich ja auch noch. Hoffe, morgen ein/zwei Stunden Zeit zu finden - aber egal, es werden so viele liebe Freunde kommen, ich freu mich auf den 17.

In der Zeitung gabs uns übrigens gestern auch: KLICK

Montag, 12. Oktober 2009

Der geschenkte Tag

Gestern war so ein richtiges Sauwetter hier im Brandenburger Land und so ist meine geplante Radausfahrt förmlich ins Wasser gefallen. Fand ich gar nicht so schlimm, hatte irgendwie Lust aufs Laufen im Regen und so habe ich meine Wochenkilometer ein bischen aufgestockt - um genau zu sein auf 84. Da lacht das Läuferherz, daß ja doch noch nicht ganz vom Triathlon geschluckt wurde ;o) Wenigstens temporär nicht. Zum Ende der 16 km noch 4 davon im geplanten MRT, ging recht gut, obwohl ich am Samstag ja einen 32er hatte. Heute gabs dafür aber den verdienten Ruhetag.

In musikalischer Hinsicht hatte ich mich in den letzten Monaten aus der Stimmung heraus eher an Liedermacher wie Mey und Hoffmann orientiert (was auch sehr schön war und ist), und dabei gar nicht mitbekommen, daß PUR ein neues Album herausgebracht hat. Aber Dank Amazon Downloads hab ich auch gleich bekommen, was ich will und auch youtube hat schon ein paar Videos (wenn auch keine Reißer) im Programm. Aber man kann ja beim Hören die Augen schließen ;o)
Der geschenkte Tag


PS: Oli-Hasi, Du mußt das jetzt ja nicht kommentieren... ;o)))

Samstag, 10. Oktober 2009

Keine Lange Weile

Gestern Abend klingelt mein Telefon: ein Anruf aus dem Pfälzerwald :o) (Huhu Martin!) Schön, wir werden versuchen, in Frankfurt zusammen die 3:30 zu zersägen, wir werden uns sozusagen gegenseitig motivieren, ziehen, aufmuntern... Mal sehen, ob uns das gelingt, wir haben ja so Beide unsere Zweifel. Meine liegen begründet in den wenigen langen Läufen. Ich bin noch nie einen ambitionierten Marathon mit so wenig Long Jogs und mit Keinem über 32 km gelaufen. Ok, vom 6-h-Lauf sehe ich mal ab und auch vom Powerman. Mag sein, das reicht als Grundlagenausdauer - ja, ganz sicher wird es das, aber ob die Tempohärte über 42 km reicht.... Hmh, wir werden es erleben. Wir können uns ja dann gegenseitig bedauern.


Der letzte Lange heute war aufgeteilt ins 10 km zum Startort des Schlaubetals-Marathons, von wo aus wir die 10er Strecke gelaufen sind - immerhin waren 15 Leute gekommen - und nach diesen 10 km in Gesellschaft gings für mich mit Musik in den Ohren noch mal 12 km nach Hause. Jenseits der 30 merke ich dann aber meine Beine schon und irgendwie bekomme ich auch keine Endbeschleunigung hin. Für 32,6 km hab ich exakt 3 h benötigt, macht einen 5:30er Schnitt und ist lt. Marathonrechner auch im Plan.

Morgen wollte ich dann eigentlich mal wieder was länger aufs Rad, aber das Wetter scheint nicht so der Hit zu werden. Heute bin ich morgens auch bei eisigen 4 Grad los - vor ein paar Tagen war noch richtig Sommer! Na mal sehen, vielleicht laufe ich auch stattdessen, denn mit bisher lumpigen 64 Wochenkilometern fühl ich mich nicht so doll im Marathontraining.... Mal schauen.

Neben dem Sport war ich dann den Rest des Tages in Sachen Schlaubetal-Marathon unterwegs. Also, wie der Titel schon sagt: langweilig ist mir nicht und jetzt muß ich auch noch Hawai gucken... ;o) Das wird ne lange Nacht)

Freitag, 9. Oktober 2009

Noch 9 Tage...

... bis zu unserem 3. Schlaubetal-Marathon. Entsprechend dreht sich derzeit neben Job und Training fast alles um die direkte Vorbereitung. Das ist zwar ein wenig stressig, aber auch recht lustig, zum Beispiel, wenn man sich erinnert, wie alles begann, was das für ein wildes Durcheinander beim 1. Mal war, das sich da hinter der "Bühne" abgespielt hat und das von den Teilnehmern unbemerkt blieb.

Was mich besonders freut: Lars kommt mich besuchen :o) Lars war es nämlich, der damals nach irgendeinem Bericht von mir im Forum (den ich aber nicht mehr finde) geschrieben hat: "Dann wird es ja bald den ersten Schlaubetal-Marathon geben". Das wiederum war dann für mich Inspiration genug, die Sache gedanklich zu vertiefen. Und nun, zum Dritten ist er mein persönlicher Gast! Wie schön.

Training gabs auch ein bischen, am Montag nach dem Halbmarathon bin ich ziemlich locker schon wieder 14 km mit einer 5:04er Pace gelaufen, das bestätige meine Vermutung, beim HM nicht am Limit gewesen zu sein. Am Mittwoch dann mal locker 10 km neue Strecke erkundet - für gut und wiederholungswert befunden. Heut muß ich mal schauen, werde wohl ein paar "Hochintensive Intervalle" laufen und morgen ist das offizielle Ablaufen der 10km-Strecke. Ich will das in meinen letzten wirklich langen Lauf vor Frankfurt einbinden - also hinlaufen - mitlaufen - zurücklaufen.

Montag, 5. Oktober 2009

Ein turbulentes Wochenende

TEIL 1: Einer für Alle, Alle für Einen

Am Freitag Abend der  Feuerwehr-Nachtausscheid und gleich beim Treffen um 17 Uhr die erste schlechte Nachricht: unsere Maschinisten fällt aus, wg. Krankheit. Also schnell eine "Ersatzfrau" aktiviert, die diesen Posten aber auch noch nie gemacht hat. Das heißt für mich: so lange an der Pumpe bleiben, bis diese sicher läuft, dann erst nach vorn, aber rechtzeitig bevor Wasser kommt, das Strahlrohr dran und auf der Position sein... Soviel Druck wollte ich gar nicht... ;o) Vielleicht war das auch der Grund, warum ich`s vergeigt habe... voererst zumindest ;o)

Irgendwie war ich dadurch nervöser, als sonst. Alle Schläuche, die Pumpe und der Verteiler kommen beim Wettkampf auf eine Holzplatte. Diese war durch den Regen zuvor glatt wie Schmierseife. Durch das heftige Abstoppen nach dem Start zum anschließenden Kuppeln bin ich auf der glatten Holzplatte ins Rutschen gekommen, wäre nicht weiter schlimm, war aber kostbare Zeit, die nun nicht mehr reichte, die ersten zwei B-Schläuche zu kuppeln.... Als ich soweit war, ist Anna mit dem Verteiler schon los.... So eine Schei§§e. Das war`s - kein Wasser nach vorn - ich habs versaut :o( Teamsport ist nix für mich. Auweia, das hat hart an meinem Ego gezerrt, aber das Team war Klasse und auch das Wettkampfgericht hat wegen der Umstände eine Wiederholung entschieden. Ich war mir zwar nicht sicher, ob ich das wirklich wollte aber ich hatte ja keine Wahl. So baute ich mir dann die Schläuche beim zweiten Mal so auf, daß ich die Holzplatte nicht betreten muß - sicher ist sicher. Das hat dann alles super geklappt, auch die Pumpe lief auf Anhieb - nach 59 sec hatten wir die Behälter vorn voll und zur Belohnung gabs spät in der Nacht Sekt aus dem Pokal für den 3. Platz .o)) Ego wieder gerade gerückt ;o)

TEIL 2 - Kleine Hüttenwerkskunde

Die Kobbelner Zimmervermieter hatten großen Besuch einer Jägergemeinschaft aus Berlin, die sich, neben dem Schlaubetal, auch das Eisenhüttenstadter Stahlwerk anschauen wollten. Manfred und ich machten die Führung - das hieß aber auch, am Samstag schon wieder früh raus, trotz Nachtausscheid und anschließendem feiern. Im Folgenden ein paar Bildchen vom Roheisen zum beschichteten Blech:


Abstich am Hochofen 1400° C heißes Roheisen schießt aus dem Hochofen


Ausblick vom 56m- hohen Hochofen auf die beiden kleineren, die derzeit aber nicht in Betrieb sind. Der große dicke Turm links ist das Gasometer.



Blasprozess im Konverterstahlwerk, hier schlägt immer noch mein Herz höher, habe ich doch 14 Jahre hier Stahl gekocht und den Abstich geleitet.



Gießprozess auf der Brammenstranggussanlage und fertige Brammen am Brennschneidstand


Nächste Verarbeitungsstufe: Warmwalzwerk. Hier werden die etwa 25 cm starken Brammen auf 1,5 bis 13 mm heruntergewalzt...




und anschließend aufgecoilt. Die zart lilane Farbe kommt von der Temperatur, die jetzt etwa noch 500 ° beträgt.


Anschließend gehts ins Kaltwalzwerk, wo die Bleche dann nochmals durch Druck auf bis zu 0,4 mm heruntergewalzt und teilweils mit Kunststoff, teilweise mit Zink beschichtet werden, bevor sie zum Kunden gehen. Wer mehr über Eko-Stahl erfahren möchte, kann das hier tun: KLICK

Nach diesem Rundgang schnell heim, mit den Hunden raus (laufen muß ausfallen), duschen und ab zur nächsten Feier, 50. Geburtstag von Frank, Läufer und Vereinsmitglied. Doch da am Sonntag ja der Halbmarathon in Cottbus auf dem Plan stand, hatte ich den Focus eher aufs Essen, als aufs Weizenbier gelegt ;o) Jedenfalls war auch diese Nacht nicht sehr lang.

TEIL 3: Halbmarathon als Formtest

Der Sonntag begann, wie immer, wenn ich mit Anett zum Wettkampf fahre: zunächst verfahren wir uns. Schwarze Katze auch noch von links nach rechts... brachte mir den Blitzer bei Tempo 50 ein - na ja, besser als ein verhauener Halbmarathon ;o) Zum Start kamen wir dennoch rechtzeitig. Hauptwettkampf war an diesem Tag ein 10er, da dieser als letzter Lauf in die Cup-Wertung fiel - uninteressant für mich, ich brauche den HM zur Formbestimmung. Lt. Trainingsplan, nach dem ich zwar nicht trainiere, an dem ich mich aber orientiere, muß ich eine sub 1:40 laufen. Das sollte machbar sein, eigentlich bin ich auch fit genug, um meine alte PB von 1:36:31 zu zersägen, aber ich kenne weder Streckenprofil noch Untergrund. Poker aber und ziehe meine Piranhas an. Gute Wahl im Nachhinein, trotz sehr wechselndem Untergrund, telweise sehr uneben, Löcher, Wurzeln, Steinchen. Dennoch keine Probleme mit den dünnen Schlappen. 

Vom Start an hat es sich ergeben, daß ich mit Peter ein Tempo lief, das war sehr angenehm, so hatte ich neben dem Garmin auch eine echte Tempokontrolle und kam nicht in die Velegenheit, an Tempo zu verlieren. Ich lief recht gleichmäßig einen 4:33er Schnitt, leider schwand meine Motivation etwas, als ich an Kilometer 15 bereits einen Unterschied von 500 m zum Garmin feststellt. Aber irgendwie hoffte ich immer noch, daß das dann bis ins Ziel wieder stimmt. An Kilometer 20 waren es bereits 700 m - nix mehr mit Bestzeit, das hat mich geärgert. Persönlich stoppte ich dann den Halben bei 1:36:10 - das wäre Bestzeit und würde auch zum Formgefühl passen. Offiziell kam ich dann mit 1:39:17  als erste Frau ins Ziel (Es sind aber nur 6 gestartet). So ist es für mich ok, ich war auch nicht am persönlichen Limit, für die letzte PB im vorigen Jahr habe ich richtig hart kämpfen müssen. Die Form stimmt also, der Kurs für Frankfurt steht. Wenn das ein kompletter Asphalt-Kurs mit Trommeln und Zuschauern gewesen wäre, das hätte gestern geknallt ;o) Na ja, aber so ist`s auch ok. Leider gab es keine Gesamt-Siegerehrungen, sondern nur Altersklassen, dafür durfte ich dann mit Anett zusammen auf dem Treppchen stehen.




Freitag, 2. Oktober 2009

Wieder fit

Gestern bin ich gleich nach der Arbeit in die Laufsachen und zur Insel, ich wollte wenigstens mal ein bischen das geplante HM-Tempo anreißen. Auch beim Laufen spürt man, daß der Herbst Einzug gehalten hat, der Wind weht kühler, das erste Laub und Kastanien liegen auf den Wegen.



Es riecht anders, es fühlt sich anders an, die Luft, der Wind. So hätte das Einlaufen vor den Intervallen ewig dauern können, auf der Eisenhüttenstädter Insel am Oder-Spree-Kanal entlang. Hier bin ich schon mit meinen Eltern spazieren gegangen, als ich noch ganz klein war. Mein Vater hat hier oft geangelt. Und manchmal durfte ich auch mit.
Schöne Erinnerungen, die mit den Jahren immer wertvoller werden. Auf dem rechten Foto unten ist im Hintergrund die Zwillingsschachtschleuse zu sehen, die vor 80 Jahren in Betrieb genommen wurde und den Höhenunterschied von 14 Metern vom Oder-Spree-Kanal zur Oder ausgleicht.



Zurück zum Training:
Die 1000er lief ich dann jeweils in 4:29/4:41/4:41/4:26/4:26, zwar angestrengt, aber ohne am Limit zu sein. Das 2. und das 3. waren irgendwie - keine Ahnung. Ich habe, wenn ich nicht ständig auf die Pace achte, wirklich überhaupt kein Tempogefühl. Das ist auch in den Monaten, die ich GPSlos war, nicht besser geworden.

Nun habe ich keine Ahnung, was das am Sonntag wird, beim HM. Fit fühle ich mich eigentlich. Aber ich habe auch das Gefühl, irgendwie zu wenig zu trainieren. Das kann natürlich sein, daß ich durch mein Triathlon-Training da etwas "desorientiert" bin, klar, von15 und mehr Trainingsstunden die Woche runter auf die Hälfte etwa... Na mal schauen, vielleicht erhöhe ich mal auf 5 Einheiten/Woche bis Frankfurt. 2 Ruhetage pro Woche sind auch genug ;o)

Heute Abend ist Feuerwehr-Nachtausscheid. Wegen meiner Magengeschichte mußte ich ja die letzte Übung knicken, hoffe aber, es trotzdem alles auf die Reihe zu bekommen. Hier bin ich schließlich nicht nur für mich selbst verantwortlich, na ja, wird schon werden.

PS: ich finde diese Schrift in der Mitte der Bilder doof. Wenn jemand einen Tipp hat, wie das weggeht, immer her damit. Wenn ich die Bilder auf "groß" setze, dann passen sie nicht nebeneinander - sieht auch blöd aus....