Mittwoch, 31. Dezember 2008

Adieu 2008


Nun ist es auch sportlich für mich zu Ende gegangen, dieses tolle Jahr 2008.

Bei minus 10 Grad und einer zauberhaft raureifüberzogenen Landschaft am Oderdamm in Ratzdorf konnte ich, wie auch im Vorjahr, den Silvesterlauf in einer Zeit von 21:29 gewinnen. Dabei habe ich meinen Streckenrekord vom letzten Jahr um 1 sec getoppt, und dafür, daß es 8 Grad kälter war als im letzten Jahr, bin ich ordentlich zufrieden.


Das Beste aber: Doppelsieg für den neugegründeten Schlaubetal-Marathon-Verein: Anett wurde zweite - mit ner tollen Zeit!!! Das Bild ist so schlecht, das muß wohl an den Temperaturen liegen, das Handy hat das gerade noch so mitgemacht! Egal, man kann uns ja erahnen... ;o)

Der Karpfen schwimmt, der Tisch ist gedeckt - Einen wunderschönen Jahreswechsel wünsche ich Euch und mir!!!!

Montag, 29. Dezember 2008

Ich denk es war ein gutes Jahr,...

... welches sich jetzt dem Ende neigt. Unter dem Feuerwerkshimmel in Berlin hatte ich nur einen guten Vorsatz für 2008: Glücklich zu sein. Ich denke, das ist mir, so als Gesamtkunstwerk betrachtet, recht gut gelungen.

Sportlich gesehen habe ich meinen vorläufigen distanzmäßigen Zenit im Laufsport erreicht: ich bin 73 Kilometer über den Rennsteig gelaufen und das war die absolute Krönung meiner letzten 4 Jahre. Neue, aufregende Dinge kamen mit meiner ersten Triathlonsaison und natürlich im Vorfeld mit der Vorbereitung auf diese, auf mich zu. Irgendwann im Januar konnte ich zum ersten Mal 500 m am Stück kraulen. Auch wenn ich bei jeder Wende den Eindruck hatte, keine Luft mehr zu bekommen - irgendwie habe ich doch diese 20 Bahnen überlebt. Und war stolz wie Sau!


Die Wettkämpfe waren, von der Angst um ein Neoverbot mal abgesehen, immer genial, verdammt geil, einfach großartig. Keiner kannte mich, ich kannte keinen, hatte keinerlei Druck, kam immer im letzten Drittel aus dem Wasser und konnte dann von Hinten das Feld aufrollen. Das hat so einen Riesenspaß gemacht. Dennoch hoffe ich, meine Position im nächsten Jahr bereits auf der ersten Disziplin zu festigen. Der 3. Platz in der Brandenburg-Cup-Wertung ist ne schöne Sache, für die erste Saison auch mehr, als ich erwartet habe - aber ich hab noch lange nicht genug.


Eine überraschende Erfahrung war es für mich, mitten aus der OD-Fitness heraus im September einen hügeligen Marathon in einer annehmbaren Zeit laufen zu können.


Das mit der Marathon-Bestzeit, auf die ich mich gezielt vorbereitete, hat leider nicht so geklappt. Ich denke, die Erkältung, die mich letztlich daran hinderte, kam nicht von ungefähr. Irgendwie wollte ich es zwar, aber irgendwie hatte ich arge Probleme mit dem Tempo und so ein bischen fehlte mir auch die Motivation, mich im trostlosen Bertlich so zu quälen. Dennoch befällt mich keine Wehmut, ich werde mir die sub3:30 holen, dann eben in 2009.


Aber nicht nur sportlich gab es Höhepunkte in diesem Jahr. Wir haben unsere Kinder wieder ein Stück weit mehr ins Leben begleiten dürfen. Beide haben mit dem Beginn ihrer Ausbildung einen Schritt in die Selbständigkeit getan, unsere Große ist aus dem Haus gegangen, und so glücklich wir auch darüber sind, immer ist es doch ein Kapitel in ihrem und in unserem Leben, was zu Ende geht - und etwas Neues beginnt!

Und weil es spannend wird, wünsche ich Allen, die hier ab und an hereinschauen, einen Guten Rutsch ins Jahr 2009 - und dort angekommen, Glück, Gesundheit und Liebe!


Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
(Hermann Hesse)

Freitag, 26. Dezember 2008

26. Dezember


Ich liebe diesen Tag. Ich kann mich nur an ein einziges Mal erinnern, an dem ich wünschte, die Zeiger der Uhr mögen niemals auf Mitternacht rücken. Das war an meinem 30. Geburtstag. Da fürchtete ich, daß man ab diesem Tage einen Platz im Alten- und Pflegeheim für mich reserviert hätte. Nun, das ist 13 Jahre her und auch wenn mir scheint, das mit den Jahren dieser Tag immer häufiger kommt, obwohl man doch gerade erst Geburtstag hatte, ich genieße diesen Tag, er gehört mir. Nach einem schönen Frühstück habe ich mir gegen Mittag bei minus 5 Grad, Raureif und ein paar Sonnenstrahlen einen Lauf in "meinem" Märchenwald geschenkt. Das tue ich seit nunmehr 5 Jahren, meistens allein, manchmal aber auch in Begleitung. Ich habe ein paar Rehe getroffen, der Frost zwickte im Gesicht. Es war schön. Anschließend in die Badewanne, eine Kerze und einen Kaffee dazu... ein Tag so ganz nach meinem Geschmack. Nicht in der Küche stehen und fettiges Weihnachtsessen brutzeln, kein "aufgezwungener" Nachmittagskaffee mit Tantchen, wie das bei Vielen der Fall ist - nein, mein Tag. Und am Abend ist Party, mit all meinen Freunden und meinen Kindern.

Heute Nacht hatte ich seltenen, sehr lieben Besuch, der nicht so oft vorbeischaut, trotzdem aber immer da ist. Danke Mutti, daß Du in meinem Traum warst, es tat so gut, Dich zu sehen und Deine Stimme zu hören.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Es weihnachtet...

...nun doch sehr. Alles ist eingekauft für die nächsten Tage, die Geschenke sind eingepackt, selbst mein dicker Kater findet sich so unwiderstehlich und will mit Schleife um den Bauch unter den Tannenbaum. Wenn ich nachher noch Muße habe, werde ich noch beginnen, ihn zu schmücken (also den Baum, nicht den Kater), sonst mach ich das morgen früh.

Was gibts sonst so in meinem Leben? Sport natürlich. Im letzten Jahr war es eine fixe Idee, meine 2-wöchige Laufpause nach einer vollen Saison mit etwas Besonderem enden zu lassen. Dieses Jahr wurde daraus die erste offizielle "Veranstaltung" unseres "Schlaubetal-Marathon e.V." - über die Presse angekündigt, und so kam es, daß über 20 Leute erschienen. Da für mich an jenem Sonntag eigenlich 2,5 h Rad anstanden und die 100/100-Challenge noch einen kleinen Lauf vorsah, kam mir Falks Frage ganz recht, sich die Strecke von 12 Kilometern, die ich mir für diesen Lauf durch das eher wilde Stückchen Schlaubetal ausgedacht hatte, zu teilen. Ich bin also vor dem Treffen am Sonntag noch 1,5 Stunden mit dem Mountainbike durch die märkischen Wälder gecrosst, dann habe ich Falk das Rad überlassen und bin 7 km gelaufen, um anschließend wieder auf selbiges zu steigen, und nach dem Brunch dann nach Hause zu fahren. Das war perfektes Training, ich war aber auch ziemlich platt danach. Die zweite Prep3-Woche habe ich um 3 Stunden übererfüllt, Schuld wieder die längeren Schwimmzeiten und das 100/100-Ding, das mir aber gut bekommt.
Und sonst? Ich habe ein Verkehrschild umgefahren, meine Kopfhörer sind kaput gegangen und meine seit 3 Jahren in Gebrauch befindliche, über alles geliebte Teetasse ist in Scherben aufgegangen - doch ich lebe noch und Scherben sollen ja Glück bringen!

Ich wünsche Allen, die hier ab und an hereinschauen, ein besinnliches, geruhsames und friedvolles Weihnachtsfest voller Liebe und Licht.

Freitag, 19. Dezember 2008

Gedanken - meine und die eines Anderen

Das Jahr 2008 geht dem Ende entgegen, noch 12 Tage, dann wird es nichts sein, als Geschichte und ich, ich werde vielleicht ab und an einmal in diesen Blog schauen, in diesen und in den anderen, und mich erinnern, an jene Tage, die ich hier festgehalten habe und vielleicht auch an solche, über die ich nichts in diesen Blogs geschrieben habe.

Ich habe aber nicht nur geschrieben in diesem Jahr 2008, ich habe auch gelesen. Nicht nur Triathlon-Magazine und Laufbücher, auch den ein oder anderen Roman. Das, was mir davon am Meisten in Erinnerung geblieben ist, ist eher ein Märchen. Ein kleines Büchlein, nicht sehr dick, in ein paar Stunden ausgelesen. Doch um es wirklich zu verstehen, mußte ich es ein zweites und ein drittes Mal lesen. Jeder mag etwas Anderes für sich aus diesem Büchlein mitnehmen in sein Leben. Das macht es vielleicht auch so faszinierend. Viele mögen es kennen und ich glaube, das gleiche, kleine Büchlein in verschiedenen Phasen des Lebens gelesen, wird uns mit seiner Weisheit jedes Mal erneut überraschen und uns glauben machen, es noch nie so gelesen zu haben.
Antoine de Saint-Exupèry erzählt in "Der kleine Prinz" über jenen, der seinen kleinen Planeten verlassen hat und auf die Erde kam, weil seine Blume, die er liebte und pflegte, ihm zu anspruchsvoll erschien. Er fühlte sich ihr nicht gewachsen...

"Und als er die Blume zum letztenmal begoss und sich anschickte, sie unter den Schutz der Glasglocke zu stellen, entdeckte er in sich das Bedürfnis zu weinen. Adieu«, sagte er zur Blume.Aber sie antwortete ihm nicht.»Adieu«, wiederholte er.Die Blume hustete. Aber das kam nicht von der Erkältung. »Ich bin dumm gewesen«, sagte sie endlich zu ihm. »Ich bitte dich um Verzeihung. Versuche, glücklich zu sein.«Es überraschte ihn, dass die Vorwürfe ausblieben. Er stand ganz fassungslos da, mit der Glasglocke in der Hand. Er verstand diese stille Sanftmut nicht. »Aber ja, ich liebe dich«, sagte die Blume. »Du hast nichts davon gewusst. Das ist meine Schuld. Es ist ganz unwichtig. Aber du warst ebenso dumm wie ich. Versuche, glücklich zu sein... Lass diese Glasglocke liegen! Ich will sie nicht mehr ...« »Aber der Wind ...«»Ich bin nicht so stark erkältet, dass ... Die frische Nachtluft wird mir gut tun. Ich bin eine Blume.« »Aber die Tiere ...«»Ich muss wohl zwei oder drei Raupen aushalten, wenn ich die Schmetterlinge kennenlernen will. Auch das scheint sehr schön zu sein. Wer wird mich sonst besuchen? Du wirst ja weit weg sein. Was aber die großen Tiere angeht, so fürchte ich mich nicht. Ich habe meine Krallen.« Und sie zeigte treuherzig ihre vier Dornen. Dann fügte sie noch hinzu: »Zieh es nicht so in die Länge, das ist ärgerlich. Du hast dich entschlossen zu reisen. So geh!«Denn sie wollte nicht, dass er sie weinen sähe. Es war eine so stolze Blume.

Einmal auf der Erde, wunderte sich der kleine Prinz, niemanden zu sehen. Er fürchtete schon, sich im Planeten geirrt zu haben, als ein mondfarbener Ring sich im Sande bewegte. »Gute Nacht«, sagte der kleine Prinz aufs Geratewohl.»Gute Nacht«, sagte die Schlange.»Auf welchen Planeten bin ich gefallen?« fragte der kleine Prinz.»Auf die Erde, du bist in Afrika«, antwortete die Schlange. »Ah! ... es ist also niemand auf der Erde?«»Hier ist die Wüste. In den Wüsten ist niemand. Die Erde ist groß«, sagte die Schlange.Der kleine Prinz setzte sich auf einen Stein und hob die Augen zum Himmel.»Ich frage mich«, sagte er, »ob die Sterne leuchten, damit jeder eines Tages den seinen wiederfinden kann. Schau meinen Planeten an. Er steht gerade über uns ... Aber wie weit ist er fort!« »Er ist schön«, sagte die Schlange. »Was willst du hier machen?«»Ich habe Schwierigkeiten mit einer Blume«, sagte der kleine Prinz.»Ah!« sagte die Schlange. Und sie schwiegen.»Wo sind die Menschen?« fuhr der kleine Prinz endlich fort. »Man ist ein bisschen einsam in der Wüste...« »Man ist auch bei den Menschen einsam«, :sagte die Schlange. Der kleine Prinz sah sie lange an:nachdem der kleine Prinz lange über den Sand, die Felsen und den Schnee gewandert war, geschah es, dass er endlich eine Straße entdeckte. Und die Straßen führen alle zu den Menschen.»Guten Tag«, sagte er.Da war ein blühender Rosengarten.»Guten Tag«, sagten die Rosen.Der kleine Prinz sah sie an. Sie glichen alle seiner Blume.»Wer seid ihr?« fragte er sie höchst erstaunt.»Wir sind Rosen«, sagten die Rosen.»Ach!« sagte der kleine Prinz ...Und er fühlte sich sehr unglücklich. Seine Blume hatte ihm erzählt, dass sie auf der ganzen Welt einzig in ihrer Art sei. Und siehe!, da waren fünftausend davon, alle gleich, in einem einzigen Garten!Sie wäre sehr böse, wenn sie das sähe, sagte er sich ... sie würde fürchterlich husten und so tun, alsstürbe sie, um der Lächerlichkeit zu entgehen. Und ich müsste wohl so tun, als pflegte ich sie, denn sonst ließe sie sich wirklich sterben, um auch mich zu beschämen ... Dann sagte er sich noch: Ich glaubte, ich sei reich durch eine einzigartige Blume, und ich besitze nur eine gewöhnliche Rose. Sie und meine drei Vulkane, die mir bis ans Knie reichen und von denen einer vielleicht für immer erloschen ist, das macht aus mir keinen sehr großen Prinzen... Und er warf sich ins Gras und weinte.

In diesem Augenblick erschien der Fuchs.»Guten Tag«, sagte der Fuchs.»Guten Tag«, antwortete höflich der kleine Prinz, der sich umdrehte, aber nichts sah. »Ich bin da«, sagte die Stimme, »unter dem Apfelbaum ...«»Wer bist du?« sagte der kleine Prinz. »Du bist sehr hübsch ...«»Ich bin ein Fuchs«, sagte der Fuchs.»Komm und spiel mit mir«, schlug ihm der kleine Prinz vor. »Ich bin so traurig ...«»Ich kann nicht mit dir spielen«, sagte der Fuchs. »Ich bin noch nicht gezähmt!«»Ah, Verzeihung!« sagte der kleine Prinz.Aber nach einiger Überlegung fügte er hinzu:»Was bedeutet “zähmen”?«»Du bist nicht von hier«, sagte der Fuchs, »was suchst du?«»Ich suche die Menschen«, sagte der kleine Prinz. »Was bedeutet “zähmen”?«»Die Menschen«, sagte der Fuchs, »die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig. Sie ziehen auch Hühner auf. Das ist ihr einziges Interesse. Du suchst Hühner?«»Nein«, sagte der kleine Prinz, »ich suche Freunde. Was heißt “zähmen”?«»Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache«, sagte der Fuchs. »Es bedeutet, sich “vertraut machen”.«»Vertraut machen?« »Gewiss«, sagte der Fuchs. »Noch bist du für mich nichts als ein kleiner Junge, der hunderttausend kleinen Jungen völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebensowenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt ...«»Ich beginne zu verstehen«, sagte der kleine Prinz. »Es gibt eine Blume ... ich glaube, sie hat mich gezähmt ...«» Aber der Fuchs kam auf seinen Gedanken zurück:»Mein Leben ist eintönig. Ich jage Hühner, die Menschen jagen mich. Alle Hühner gleichen einander, und alle Menschen gleichen einander. Ich langweile mich also ein wenig. Aber wenn du mich zähmst, wird mein Leben wie durchsonnt sein. Ich werde den Klang deines Schrittes kennen, der sich von allen ändern unterscheidet. Die anderen Schritte jagen mich unter die Erde. Der deine wird mich wie Musik aus dem Bau locken. Und dann schau! Du siehst da drüben die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. Für mich ist der Weizen zwecklos. Die Weizenfelder erinnern mich an nichts. Und das ist traurig. Aber du hast weizenblondes Haar. Oh, es wird wunderbar sein, wenn du mich einmal gezähmt hast! Das Gold der Weizenfelder wird mich an dich erinnern. Und ich werde das Rauschen des Windes im Getreide liebgewinnen.«

So machte denn der kleine Prinz den Fuchs mit sich vertraut. Und als die Stunde des Abschieds nahe war:»Ach!« sagte der Fuchs, »ich werde weinen.« »Das ist deine Schuld«, sagte der kleine Prinz, »ich wünschte dir nichts Übles, aber du hast gewollt, dass ich dich zähme ...»Gewiss«, sagte der Fuchs.»Aber nun wirst du weinen!« sagte der kleine Prinz.»Bestimmt«, sagte der Fuchs.»So hast du also nichts gewonnen!« »Ich habe«, sagte der Fuchs, »die Farbe des Weizens gewonnen.« »Adieu«, sagte der Fuchs. »Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.« »Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar«, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.»Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig....
»Wenn einer eine Blume liebt, die es nur ein einziges Mal gibt auf allen Millionen und Millionen Sternen, dann genügt es ihm völlig, dass er zu ihnen hinaufschaut, um glücklich zu sein. Er sagt sich:
Meine Blume ist da oben, irgendwo ..."

Dienstag, 16. Dezember 2008

Ein Sonntag im Dezember

Umzug war gestern, keine Zeit für wehmütige Gedanken, es ist Sonntag morgen und um 9 Uhr stehen nicht nur Bianka und Anett vor meinem Hoftor, sondern auch Matti und Lothar. Und so geht es zu Fünft in meinen Wald, zunächst zum Teufelsstein, der Legende nach hat ihn der Teufel dorthin geworfen, warum hab ich vergessen ;o). Aber das es so war, beweißt der Handabdruck rechts oben auf dem Stein.
Das wollten sich die Anderen natürlich genauer anschauen und haben ihn erobert.
Dann weiter zum Klautzke-See, hier noch einsam...

... und hier nicht mehr.

Nach 12 Kilometern kommen wir wieder in meinem kleinen Dorf an, für mehr hab ich heut keine Zeit, nun schnell duschen...

... denn es geht auf zur Adventswanderung zur Schwerzkower Mühle mit unseren Freunden aus dem Dorf. Natürlich mit Glühweinstop, so wie sich das für den 3. Advent gehört.

Nach 7 Kilometern ist der Mühlenteich erreicht, und nach dem Gruppenfoto, welches völlig zufällig entstand ;o),

geht es hinein in den Stall....

... äh, die urige kleine Kneipe zum Mittagessen.

Während die Anderen dann noch nach Hause wanderten, habe wir uns abholen lassen, um rechtzeitig zum Adventskaffee mit unseren Kindern zu Hause zu sein. War ein schöner Tag.
~~~
Noch ein paar Worte zum Trainingsgeschehen. Meine erste Woche lt. Plan ist geschafft, 10 Stunden waren vorgegeben, etwas über 12 sind`s gworden, die 100/100-Geschichte sowie meine "Schwimmschwäche";o) machten es möglich. Die Trainings im Einzelnen gibts hier: KLICK.
Auf allen 3 Disziplinen fühle ich mich derzeit gut. Ein bischen "fett" bin ich geworden :o) Aber das Training geht ja erst richtig los!

Samstag, 13. Dezember 2008

Der Tag ist gekommen...

Manchmal gibt es wichtigere Dinge, als Rennen, Schwimmen und Radfahren.

Zum Beispiel, wenn ein Kind aus dem Haus geht. Natürlich wusste ich seit Langem, daß dieser Tag kommen würde, daß wir sie gehn lassen müssen, aber irgendwie ist man dann doch nicht darauf vorbereitet...

Nach meinem kurzen Morgenlauf heute haben wir all ihre Möbel und ein paar Umzugskisten geladen, sind zu ihrem Freund gefahren, haben dort das Gleiche getan und sind dann zu ihrer neuen, ersten gemeinsamen Wohnung gefahren. Alles musste hoch bis in den 4. Stock, das war ordentlich Training für mich, für uns wurde es ein richtiges kleines Familienevent, denn auch mein Sohn und seine Freundin kamen, um anzupacken. Wer hätte das vor zwei Jahren gedacht... ;o)

Das Strahlen in den Augen meiner "kleinen" Großen, als sie ihre ersten eigenen Wohnungsschlüssel in der Hand hielt, das läßt alle Wehmut in den Hintergrund rücken.

Erst als ich mich gegen 17 Uhr von den Beiden verabschiede, sie in ihrem neuen Reich zurücklasse und allein nach Hause fahre, wird mir klar, was da eben gerade geschehen ist. Und ich kann ein paar kleine Tränchen nicht zurückhalten. Aber es ist gut so, wir haben zwanzig Jahre lang versucht, sie für das Leben stark zu machen und ihr soviel Liebe mitzugeben, daß es für ihr ganzes Leben reicht (Frei nach Jean Paul). Ich denke und ich hoffe, es ist uns gelungen.

"Im Garten sind die Bäume, die wir pflanzten,
groß geworden,
Der Nußbaum und der Ahorn,
das Apfelbäumchen ein Baum.
Das Lied des Lebens schreibt sich fort
in immer neuen Akorden
Und was davon verklungen ist,
bewegt die Kinder kaum.
Alles ist gut, sie müssen neue, eigne Wege gehen
Auf eignen Flügeln fortfliegen und dafür taugt es nicht,
Sich nach uns und nach ihrem alten Spielzeug umzusehen,
In drei Umzugskartons im Keller in funzligem Licht.

Drei Kisten Kindheit, die ich für sie hüte und bewahre,
Gelassen, froh, ich weiß aus eignem Lebenslauf zum Glück:
Die Kinder kommen wieder heim, gebt mir nur ein paar Jahre,
Dann hol’n sie sich daraus ihr Kinderparadies zurück."

(R.Mey)

Als ich dann heimkomme, brauch ich einfach ein bischen Sport, und weil sich unsere Freunde für morgen kurzerhand eine Adventswanderung zu einer der Mühlen im Schlaubetal ausgedacht haben, habe ich einfach meine Radeinheit für morgen vorgezogen. Also war ich auf DVD-Länge auf der Rolle - gut wars.

Und morgen früh holen mich Anett und Bianka zum Laufen ab - ich freu mich drauf!

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Der Startschuß ist gefallen

Um den Trainingsplan im Detail zu sehen, einfach draufklicken.
Ja, seit Montag nun läuft mein Training endlich wieder nach Plan. Hätte nie gedacht, daß ich das mal sagen würde, die Betonung auf "endlich" legend. Jedenfalls nicht als Läufer, denn da war der einzige Plan den ich hatte, der Anfängerplan mit dem Ziel 30 min am Stück zu laufen ;o)
Da Sandra aus dem Runnersworld-Forum zur gleichen Zeit in den gleichen Plan eingestiegen ist und wir das gleiche Ziel verfolgen, gibt es dazu einen Thread im Forum. Der Link dorthin steht oben rechts in der Liste. Ich habe meinen Plan etwas modifiziert, da ich ja noch das 100 in 100-Projekt mit drinhabe. Die orange eingetragenen Läufe sind die zusätzlichen, mal schauen, wie lange ich das durchhalte. Wenn ich das planmäßig so umsetzen kann, dann habe ich Ende Januar alle zusätzlichen Läufe im Sack und komme rein über den Trainingsplan auf mein Bronze-Ziel. Das grün hinterlegte ist das, was ich bereits "abgearbeitet" habe.
Sonst fühle ich mich fit, nur mein Knie, das ich mir bei einem Morgenlauf im Dunkeln aufgeschlagen hatte, macht ein paar Probleme und reißt immer wieder auf. Vielleicht sollte ich doch mal ein Pflaster drübermachen, damit es geschmeidiger wird. Heute Abend dann gehts auf die Rolle, Video ist schon ausgewählt. Freu mich schon drauf.


Sonntag, 7. Dezember 2008

Mein Sport und das Leben drumherum

Am Donnerstag haben wir uns zwecks Gründung unseres Schlaubetal-Marathon-Vereins getroffen. Mehr in der Presse.


Am Samstag sind wir zu viert ins thüringische Saalfeld gefahren, meine Schwiegermutter feierte ihren 87. Geburtstag bei bester Gesundheit und das veranlasst jedes Jahr die ganze große Familie, dort zusammenzukommen. Es ist eine schöne Tradition geworden.

Nach meinem Morgenlauf am Samstag ging es gegen 10 Uhr ab, auf dem Weg dorthin haben wir meine Tante und meinen Onkel besucht, die uns mit lecker russischem Mittagessen (meine Tante ist Russin) verwöhnten. Es gab Pellmeni, das war natürlich kein Zufall, sondern ich hatte es mir gewünscht. Pellmeni sind kleine mit einer speziellen Hackfleischfüllung gefüllte Teigtaschen, die dann in einer kräftigen Brühe mit Sauerrahm serviert werden. Vorher nach guter russischer Tradition einen eisgekühlten, echt russischen Wodka.

Mit nach Saalfeld ist die Freundin unseres Sohnes gekommen, für uns war das nochmal eine neue Erfahrung, den "Kleinen" so in seiner neuen Rolle zu erleben ;o). Aber wie`s scheint, haben wir nicht alles ganz so falsch gemacht, in den letzten 16 Jahren. Und wir dachten, wir kriegen ihn nie groß.
Mein Morgenlauf heute ging stromaufwärts an der Saale entlang. Schön war`s und zugleich war das mein 10. Lauf in dieser Woche. Auf dem Rückweg sind wir über den Kulmberg, auf den ich dieses mal nicht hinaufgelaufen bin, wie sonst, und mitten durch den Thüringer Wald gefahren, einschließlich mit Mittagessen mit echten Thüringer Klösen (Und ein Ende der Fresserei ist nicht abzusehen!)
Morgen startet dann mein Trainingsplan für Kraichgau. Da Sandra aus dem RW-Forum exakt das gleiche Ziel und den gleichen Plan verfolgt, haben wir zwei uns entschlossen, uns in diesem Thread darüber auszutauschen. Wird sicher ne spannende Sache!
Schönen zweiten Advent noch!
Nachtrag: Bekomme gerade einen Anruf aus Saalfeld, daß meine Schwiegermama ja schon ein Jahr älter ist... Also 88 Jahre! Das muß natürlich erwähnt werden! Huhu Thomas, dankeschön!

Freitag, 5. Dezember 2008

Neue, alte Erfahrungen...

... sind das, die ich durch die Lauf-Challenge gesammelt habe. Die Morgenläufe tun mir gut, ich habe das vermisst, das war mir gar nicht so klar. Das bedeutet zwar etwas eher aus den Federn, aber irgendwie ist man um 5 Uhr genauso müde, wie eine Stunde später ;o)

Am Montag bin ich ja nur am Abend gelaufen, die folgenden 3 Tage dann je Morgens und Abends. Mittwoch nach dem Abendlauf noch Schwimmen, die haben mich sogar noch reingelassen dort und ich durfte auch ins Schwimmerbecken ;o). Aber ich habe dann doch gemerkt, das dieses "Zweimal-Laufen" ganz schön schlaucht, auch wenn ich es mit 5 km pro Lauf nun wirklich nicht übertrieben habe. Gestern Abend war ich ziemlich alle. Heute Morgen aber wieder fit.

Morgen gehts für 2 Tage nach Saalfeld zur Familienfeier, da werde ich dann nur jeweils einen Lauf pro Tag schaffen und beginne somit meinen am Montag startenden Trainingsplan für die Mitteldistanz in Kraichgau mit 10 Challenge-Läufen im Plus. Das heißt, wenn ich normal nach Plan trainiere und nur an den Schwimmtagen einen zusätzlichen kleinen Lauf einschiebe, bin ich in 3 Wochen soweit, daß ich mein Ziel mit dem normalen Tri-Training erreiche.

Und sonst so? Husten und Schnupfen sind immer noch nicht ganz und gar verschwunden, aber auch nicht mehr so heftig, geht schon. Meine Tochter packt ihre Sachen in große Umzugskartons und wenn ich mir dann die leeren Schränke anschaue, dann wird mir schon komisch im Bauch. Irgendwie ist es immer zu früh... auch wenn es gut ist, wie es ist.

Dienstag, 2. Dezember 2008

100 Läufe in 100 Tagen


So heißt die Aktion bei Triathlon-Szene. Natürlich bin ich da dabei, allerdings nur auf Bronze-Kurs, denn mehr erscheint mir zum Einen unnötig und zum Anderen nicht mit meinem Trainingsplan für die Mitteldistanz vereinbar. So schon muß ich 25 Läufe zusätzlich unterbringen und deshalb fange ich einfach jetzt, in meiner Ruhewoche schon mal damit an.
30 min am Tag, manchmal auch zweimal, werden mich nicht zu sehr belasten, ganz im Gegenteil. Gestern Abend war also Start, am 1. Dezember und ich bin mit Stirnlampe bei Nieselregen bis ins Nachbardorf und über einen Feldweg zurück gelaufen. War irgendwie gruselig, denn es war wirklich stockdunkel da draußen. Und weil`s so schön war, war ich heute morgen um 5:30 gleich wieder auf der Piste. Dabei habe ich gemerkt, daß mir die Morgenläufe in der Vergangenheit doch sehr fehlten. An solchen Tagen kann Dir gar nichts mehr passieren. Einfach genial.
Kurz und gut: zwei Läufe sind im Sack, 78 noch bis Bronze, das wird ne spannende Sache. Nachzulesen wer dabei ist, und wie die aktuelle Situation gerade ist, kann man das hier: KLICK
Ich bin zu finden unter meinem Nicknamen aus dem Triathlon-Forum: Sonntagskind.