Freitag, 29. Februar 2008

Dieser Tag heute ist etwas Besonderes, denn es gibt ihn nur alle 4 Jahre! Deshalb soll auch der Eintrag heute etwas ganz Besonderes sein:

An die beste Freundin, die ich je haben werde – Eine Liebeserklärung der anderen Art!

Du schaust nicht mehr in meinen Blog, hast Du mir gesagt. Weil Du daraus etwas erfahren hast, was ich Dir hätte selber sagen sollen, wie Du meinst. Nichts wirklich Schlimmes, Elementares war das. Aber etwas, das mich sehr bewegt hat. Ich hätte zu Dir kommen sollen, oder Dich anrufen, meinst Du! Ich weiß, daß Du Recht hast. Aber Du kennst mich doch! Und das schon so viele Jahre. Eigentlich kennst Du mich viel besser, als ich mich selbst. Ist Dir das eigentlich klar?

In der 4. Klasse (ja ja, Du hast Recht, in der 4., nicht in der 3. Klasse) kreuzten sich unsere Wege. Nein, sie kreuzten sich nicht, sie berührten sich, um dann in den vielen, vielen folgenden Jahren gemeinsam nebeneinander herzugleiten.
Und wenn ich heute auf diese beiden, sich gleichenden Linien schaue, den ganzen langen Weg zurückblicke und noch einmal gehe, sehe ich, daß wir uns nie weiter als einen Steinwurf voneinander entfernten.

Manchmal berührten sich die Linien, manchmal entfernten sie sich wieder. Und das hat sich seit über 30 Jahren nicht geändert.

Zusammen sind wir am Motterkanal entlanggestromert, haben Burgen im Sand und Buden im Wald gebaut. Haben uns gestritten und wieder vertragen. Die erste Liebe, die Kinder, die gemeinsamen Urlaube. Und auch wenn wir uns heute einmal ein paar Monate nicht sehen, bist Du mir doch so vertraut, daß ich mich in Deiner Nähe immer zuhause fühle. Egal, an welchem Punkt der Erde das ist.

Du bist eigentlich immer da! Das weiß ich, und das Wissen darum macht mich stark und unangreifbar. Ich danke Dir, daß Du meine manchmal vielleicht für eine Freundschaft sehr schwierige Art erträgst. Meine Verschlossenheit, mein Drang, Probleme mit mir selbst auszumachen, macht es Dir da sicher nicht immer leicht. Aber ich kann das eigentlich auch nur, weil ich weiß, daß Du ja sowieso da bist. Das ich Dir grenzenlos vertrauen kann und daß Du mich auffangen wirst, wenn ich mal falle.

Und auch meine etwas schlampige Art, unsere Freundschaft zu pflegen. Glaub mir, ich weiß das alles. Ich sehe es halt nur manchmal etwas lockerer. Das ist sicher nicht richtig, und macht es nicht einfacher. Aber ist es nicht gerade ein Beweis dafür, das diese Beziehung auf einem stabilen Fundament gebaut ist? Das dieses Kunstwerk, daß sich Freundschaft nennt, nicht umzuwerfen ist?

Reinhard Mey (ich weiß, Du magst ihn nicht), sagte einmal, daß wenn sich zwei Freunde umarmen, das ein ganz stabiles Gebilde ergibt.

Viele Menschen haben mein Leben schon tangiert, viele, viele Bekannte habe ich. Aber mit dem Wort Freundschaft bin ich seit meiner Kindheit immer schon sehr sparsam umgegangen. Ich denke, Du weißt das.
Du bist neben meiner Familie das Wichtigste in meinem Leben. Und ich wünsch mir, nein, ich bin mir sicher, daß es mit uns noch ewig so weitergeht! Ich vertraue Dir grenzenlos und ich bin bedingungslos für Dich da!

So, nun wirst Du Dich, falls Du Dich doch heimlich auf meine Seite schleichst, obwohl Du geschworen hast, es nie wieder zu tun, wohl fragen, warum ich Dir das nicht selbst sage oder Dir einen Brief schreibe.

Ich verrat Dir`s. Weil es alle wissen sollen! Weil ich stolz bin auf unsere Freundschaft, die nun schon fast unser ganzes Leben dauert!

Mittwoch, 27. Februar 2008

Willkommen in unserer Familie, William

Das issa, der Neue im Haus. Morgen ist es eine Woche her, daß wir ihn aus Berlin geholt haben.

Ein 4-Monate alter Katermix aus British-Kurzhaar und Siam. Ich würd sagen: Hauskatze ;-)

Jeden Tag wird er ein bischen mobiler, zutraulicher, frecher, verfressener. Scheint ein netter kleiner Kerl zu sein. Wir freuen uns über ihn.

Montag, 25. Februar 2008

Kurzbericht vom Snowboarden im Zillertal

Ja, wie fang ich an? Am Besten am Anfang. Los ging`s am Freitag Abend um 22 Uhr, mit 3 vollbesetzten Autos machten wir uns auf, die Berge zu erobern. Wir wollten den ganzen Samstag schon voll auf der Piste verbringen, damit sich die lange Anfahrt von über 800 km auch lohnt.


Da wir uns mit dem Fahren abwechseln konnten, habt auch jeder von uns eine Mütze voll Schlaf abbekommen. Gegen 7 Uhr waren wir auf der Grindalm.


Dort bekamen wir erst einmal Frühstück, der Kaffee tat gut. Nun schnell umgezogen in die Skiklamotten und mit dem 9er Skibus hinauf zur Mittelstation. Die Sonne gab sich zur Begrüßung besonders viel Mühe.

Während die verrückten Skifahrer gleich bis ganz nach Oben fuhren, suchte ich mir mit den Kindern erst einmal einen Idiotenhügel, um nach einem ganzen Jahr wieder ein Gefühl zwischen Brett, Beinen und Schnee zu bekommen. Nach zwei Abfahrten hielt aber meine Beiden nix mehr auf der Babypiste, ich hingegen brauchte noch bis zum ersten Weizenbier... ;-) Am Nachmittag wagte ich mich dann mit hinauf und wurde nicht enttäuscht. Glänzende Aussichten, Spaß ohne Ende! War ein toller Tag.
Am nächsten Morgen dachte ich, ich wär im verkehrten Film. Durch das Tria-Training wähnte ich mich eigentlich gut trainiert, aber ab Bauchnabel aufwärts hatte ein ausgewachsenes (Muskel)Katertier die Macht über meinen Körper gewonnen. Meine Fresse....
All das ist auf der Piste natürlich vergessen, leider hat es mich heute, wie konnte es anders sein, wieder mal ordentlich auf`s Steißbein gehauen. Mit dieser Tatsache werde ich jeden Winter konfrontiert und danach ist die Lockerheit und die Risikobereitschaft leider etwas dahin. Ich mußte also lernen, auf der rechten Arschbacke zu landen. Ging auch ganz gut, aber der Urlaub hätte keinen Tag länger dauern dürfen.
Am letzten Tag ging es wiederum bei strahlendem Sonnenschein einmal ganz nach Oben auf 2400 m. Dort herrschten in der Sonne 30 °C, und die Aussicht war genial. Übrigens sind wir alle mit einem fetten Sonnenbrand im Gesicht wiedergekommen.



................................................................................Auf dem Kreuzjoch auf 2400 m

Es hat uns allen wieder mal richtig viel Spaß gemacht, für`s nächste Jahr hab ich mir vorgenommen, einen Erweitungskurs zu machen. Das ist aber nur die kleinere Erkenntnis dieses Kurzurlaubs. Ein andere, viel schönere gibt es noch...


... Unsere Kinder befinden sich ja mit ihren fast 16 und 20 Jahren mitten in der Abnabelungsphase, werden ihre Schulausbildung dieses Jahr beenden und die Zeiten der gemeinsamen Urlaube sind im Großen und Ganzen vorbei. Daheim trifft man sich ab und an am Essenstisch, es ist aber eher selten, daß wir alle 4 zusammenkommen. Der Lauf des Lebens eben, oder um es mit Reinhard Mey zu sagen: " Kinder sind uns doch nur für kurze Zeit geliehen, und sie sind ja gekommen, um weiterzuzieh`n."

..........................................................................Der "Kleine" und die "Große" - oder doch umgekehrt?

Dieser recht "spartanische" Urlaub aber, der uns dazu brachte, uns alle 4 ein Zimmer zu teilen, war trotz der großen Gruppe rundherum, noch einmal ein schönes Familienerlebnis. Auch die beiden Kinder, die aufgrund des Altersunterschiedes doch eher verschiedene Wege gehen, waren fast die ganze Zeit über zusammen unterwegs.
...............................................................................Selten und sehr schön: alle vereint
Was früher, als die Kinder klein waren, Normalität war, ist heute selten und ich habe gelernt, solche Augenblicke überaus zu genießen. Und ich freue mich sehr über die Ansage der Beiden, daß sie im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei sind.

Mittwoch, 20. Februar 2008

Blauer Hintern, blaue Knie...


... aber es war wunder- wunderschön! Ein Kurzbericht folgt noch, hier schon mal ein paar Bildchen, die eigentlich schon fast alles sagen!

Donnerstag, 14. Februar 2008

Die Welt wird klein

Fotoquelle: www.kinder-meilen.de
Habt Ihr Euch schon einmal durch die Blogger Eurer Interessengemeinschaft geklickt? Ich habe mal unter Triathlon geblättert und interessante Menschen gefunden, wie zum Beispiel Bari aus Israel, Noel aus Holland, Joe aus Richmond, Virginia, Luis aus Venezuela.


Dann ist da noch Tamika aus Australien und Rodrigo aus Brasilien, der neben Triathlon auch noch Origami mag.


Alle haben ihre eigene Geschichte, eigene Beweggründe, eigene Träume. Und doch verbindet uns alle etwas. Die Mehrzahl der Triathlon-Blogger kommt übrigens aus Amerika und ist männlich. Das ist keine wissenschaftliche Statistik, ist mir nur so aufgefallen.


Und dann ärgert es mich wieder ein bischen, daß ich der englischen Sprache so wenig mächtig bin. Aber Bilder angucken ist ja auch ganz nett.

Dienstag, 12. Februar 2008


Es ist 7 Uhr und auf dem Weg zur Arbeit, so zwischen Spaß und Ernst des Lebens, schiebe ich eine meiner Reinhard-Mey-CD`s in den Player. Folgendes Lied berührt mich dabei immer besonders, auch und gerade in Anbetracht der sich anbahnenden Abnabelung unserer Kinder und der Aussicht, in wenigen Tagen noch einmal zusammen in den Urlaub zu fahren. Ich möchte es Euch nicht vorenthalten.




Reinhard Mey aus dem Album "Flaschenpost":
Der letzte Ferienabend in dem quirl`gen Sonnenland
Ein letztes Mahl gemeinsam in dem Straßenrestaurant
Brotkrumen, halbvolle Gläser, Rotweinflecken auf Tischdecken aus Papier.
Gegessen und getrunken,
viel erzählt und viel gelacht,
Das letzte, aber diesmal wirklich letzte Glas gebracht.
Malereien und Strichmännchen
und das Wechselgeld im Teller schon vor mir.
Am Nebentisch außer uns nur noch das grauhaar‘ge Paar
Aus Texas, diese Golfhose, die Föhnfrisur, na klar!
Den ganzen Abend haben sie zu uns ‘rübergesehn.
Sie zahlen, stehen auf und er bleibt kurz neben mir stehn,
Beugt sich zu mir herunter und sagt leise zu mir im Gehn:
„What a lucky man you are!“

Ich will etwas erwidern und ich suche nah dem Wort.
Doch eh ich es noch find‘, sind sie mit einem Lächeln fort.
In den Stuhl zurückgesunken, laß ich den Blick in die Tischrunde gehn
Zu dem großen jungen Mann, der mir da gegenübersitzt,
In dessen dunklen Augen Witz und Aberwitz aufblitzt
Aus denen Schabernack und alle Traurigkeit der Welt mich zugleich ansehn.
Spaßvogel, Weltverbesserer, ein bißchen, wie ich war,
Und ich seh mich in ihm wieder, noch einmal ein junger Narr.
Gestern habe ich ihn noch in seinen Kindersitz gesteckt,
Heut sitzt da dieser Grizzly, der sich räkelt und sich streckt
Ein bißchen wie mein großer Bruder, der mir jeden Strolch verschreckt.
„What a lucky man you are!“

Dann da zu meiner rechten, der der alles anders macht,
Aus dessen Widersprüchen mich mein Spiegelbild anlacht.
Der, wenn es zwei Wege gibt, immer den schweren nimmt.
Der sich auflehnt, der alles auf die harte Tour lernen muß,
Der zärtlich ist und weich sein kann und eine harte Nuß
Der frei ist, ein Rebell,
der furchtlos und allein gegen den Strom anschwimmt.

Da ist das junge Mädchen mit dem langen dunklen Haar,
Voll Lebenslust und Übermut, ganz und gar unzähmbar.
Mit einem Willen, dem sich besser nichts entgegenstellt,
Mit einem Blick, an dem jeglicher Widerstand zerschellt,
Mit einem Lachen, das auch den dunkelsten Tag aufhellt.
„What a lucky man you are!“

Da ist die Frau an meiner Seite, die diese Arche mit mir lenkt,
Die mir ihre schöne Seele und ihre Klugheit schenkt,
Die ich liebe und an der ich jedes kleinste Wort und jede Regung mag.
Die Freundin, die Komplizin, die mit mir zusammenhält
Wie Pech und Schwefel, zwei gegen die ganze Welt,
Mit der ich jeden Lebensturm durchqueren kann und jeden ganz normalen Tag.
Und ich sitz‘ da vor Kopf, noch immer stumm, schon sonderbar,
Da kommt ein Wildfremder an deinen Tisch und macht dir klar:
Du hast alles, was du wolltest!
Was um alles in der Welt,
Wieviel unwichtiges Zeug dir oft den Blick darauf verstellt!
Manchmal brauchst du einen Fremden,der dir einen Spiegel vorhält:
„What a lucky man you are!“

Donnerstag, 7. Februar 2008

Heimat ist dort, wo Dein Herz ein Stück schneller schlägt

Text: Dieter Schneider, Melodie: Frank Schöbel.

Hier ziehen deine Flüsse ihr silbernes Band.
Hier kommen die Sonne und Regen zustand!
Hier lernst du die Sprache, hier kennst du dich aus,
Hier lebst du, hier bist du zu Haus’.

Hier tanzt dir im Herbstwind das buntfarbne Laub.
Hier zaubert der Winter dir Schnee auf den Staub.
Hier ruft dich im Frühling die Lerche hinaus.
Hier lebst du, hier bist du zu Haus’!

Hier wölbt sich dein Himmel,
hier rauscht dein Meer,
Hier lernst du zu fragen,
wohin und woher.
Hier sind deine Freunde tagein und tagaus.
Hier lebst du, hier bist du zu Haus’.


Als dieser Text zutraf, schrieben wir irgendwas von 1970 bis 1988.

Das, was wie ein Ghetto aussieht, war einmal das Zentrum meines Lebens als Kind und Jugendlicher. Hier tobte das Leben sozusagen. Die Kaufhalle und die kleinen Geschäfte sowie die Post waren immer gut besucht. Vor der Kaufhalle stand immer eine Kinderwagenparade. Auch meine Kinder habe ich noch dort "geparkt". Voller Stolz übrigens, denn Bekannte hat man immer getroffen. Schau nur, ich hab mich fortgepflanzt.... Gegenüber meine Schule. Alles lag zentral, unsere Wohnung war nicht weit entfernt von diesem "Zentrum". Als Kinder haben wir uns Eis und Lutscher geholt, für 10 Pfennig gab es diese mit Zitronengeschmack. Und Lakritzstangen. Ich habe sie geliebt. Später, als Jugendliche haben wir immer auf den Bänken vor der Kaufhalle abgehangen. Mit dem Kassettenrekorder unterm Arm. Sicher waren wir manchem Erwachsenen da ein Dorn im Auge. Aber wir haben nie jemandem Schaden zugefügt. Wir waren einfach jung und auf der Suche nach uns selbst.



Manchmal laufe ich an den Stätten meiner Kindheit vorbei. Bisher hatte ich noch nie einen Fotoapperat dabei, die Bilder sind aus dem Netz. Es tut weh, zuzusehen, wie hier alles verfällt. Als würde auch meine Kindheit hier an dieser Stelle zerfallen. Ein Gefühl zwischen Wehmut, schöner Erinnerung, Stillstand und Fortschritt. Ein Wechselbad der Gefühle. Ich habe hier eine der glücklichsten Zeiten in meinem Leben verbracht. Eine Zeitreise würd ich gern einmal machen. Nur noch einmal an einem Tag zurückkehren.

Freitag, 1. Februar 2008

Neuer Monat - Neues Glück???

Ich bin von Grund auf natürlich Optimist und deshalb gibts zum Beginn des neuen Monats auch gleich mal eine neue Blogfarbe - vorsicht, nicht die Augen verblitzen. Zugegeben, es ist ein bischen grell, aber wenn die Sonne mir ins Gesicht scheint, dann finde ich das auch schön, obwohl ich anfangs die Augen zusammenkneifen muß. Also, nur tapfer hingesehen, es ist ein bischen freundlicher als das Grau, das ich anfangs eigentlich gar nicht so trübe empfand, aber die Sicht der Dinge ändert sich mit unserm Erleben.

Ok, es ist Februar, das neue Jahr ist bereits 32 Tage alt oder jung, um beim Optimismus zu bleiben und ich freu mich wie blöde auf unseren Kurzurlaub im Zillertal. Und weil wir uns alle schon so drauf freuen, haben wir unsere Boards schon mal zur Fotosession bestellt.


Irgendwann muß ich mich mal mit der 700-seitigen Gebrauchlanleitung für meine neue Camera beschäftigen, dann werden die Fotos auch wieder besser, als mit dem Handy.