Dienstag, 22. Dezember 2009

Die Tage seit dem letzten Eintrag...

... waren schon etwas turbulent. Das ist jedoch nicht die Ursache der Funkstille auf diesem Sender. Internetprobleme sind es, die wohl auch über die Feiertage nicht behoben sein werden. Dies hier ist also nur ein Ausflug von einem anderen Rechner, um wenigstens mal ein Lebenszeichen zu hinterlassen und zu sagen: ES GEHT MIR GUT!

Die letzten Tage hat das Wetter einiges mit uns angestellt. Von -15 Grad und Schneefall über plötzlich einsetzendes Tauwetter und 20 Grad Erwärmung hatten wir nun alles dabei. Schade, wird wohl dann doch keine weißen Weihnachten geben.

Das Training läuft gut, problemlos. Bei den Temperaturen hatte ich auf dem Rad die Rolle vorgezogen, war bereits 3 x für 2 Stunden drauf. Morgen wieder. Im Wasser hab ich derzeit leider eine nicht so gute Phase - aber auch nichts Dramatisches. Und Laufen hat im verschneiten Winterwald mit dem Hundekind sowieso Spaß gemacht.


Sonntag gabs dann unseren nun schon zur guten Tradition gewordenen Weihnachtslauf mit Vereinsmitgliedern und Freunden, diesmal bei -12 Grad - und hinterher allerlei mitgebrachte Leckereinen, Tee, Glühwein und Kaffee.


Leider hab ich nur ein paar wenige Bildchen, nämlich die von Beate und ich hoffe ja immer noch, daß Anett noch was Bebildertes vom Sonntag schreibt, denn vor lauter Foto-Stops sind wir kaum vorwärts gekommen  ;o)

Da ich fürchte, hier jetzt in den nächsten Tagen nichts mehr schreiben zu können, wünsche ich allen, die hier ab und an hereinschauen, ein besinnliches und wunderschönes Weihnachtsfest 2009.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Rollensaison eröffnet


Wenn auch noch ohne Schnee, so hat doch auch zumindest von den Temperaturen her der Winter im Brandenburger Land Einzug gehalten. Als Triathlet hat man ja bekanntlich beim Training die Wahl zwischen 3 Disziplinen. Zwei davon lassen sich mit der Kälte auch wirklich gut vereinbaren. Im Hallenbad ist in der Adventszeit nicht allzuviel los - die Kaufhäuser sind dafür um so voller. Bislang lief das Schwimmtraining recht gut nach den Plänen von Karsten Kessler, gestern fehlte mir aber irgendwie das Wassergefühl. Na ja, ist halt nicht jeder Tag gleich.

Laufen mag ich ganz gern bei diesen Temperaturen, wenn auch nicht unbedingt Tempo. Ich mag das Geräusch, wenn das Eis auf den zugefrorenen Pfützen bricht, wenn man darüberläuft. Mit dem Hundejungen macht es derzeit besonders viel Spaß im von Rauhreif überzogenem Wald.


Nur das Radfahren hat bei Minusgraden so seine Tücken. Mangels ordentlicher Winterradschuhe vergeht mir immer schnell der Spaß. Also hab ich mir heute endlich die Rolle im alten Waschhaus aufgebaut und die Temperatur mit dem Heizlüfter von -4 auf  +4 Grad erwärmt. In den vergangenen zwei Jahren habe ich das alte Stahlross aus dem Verein in der Rolle gehabt, welches aber von der Geometrie her überhaupt nicht zu mir passt. In Anbetracht meiner großen Ziele im nächsten Jahr möchte ich mich aber bereits über den Winter  materialtechnisch auf Wettkampfniveau vorbereiten, also auch Sitzposition, Aeroposition usw. Deshalb habe ich kurzerhand das Hinterrad vom Stahlross in den Blitz geschraubt und dann alles in die Rolle montiert.


 Perfekt. So wohl habe ich mich noch nie auf der Rolle gefühlt, ist schon ein Unterschied, wenn das Rad passt. 2 Stunden habe ich es ausgehalten, Film dabei geschaut, für die erste Indooreinheit schon mal nicht schlecht. Wusste gar nicht mehr, wie man ohne Fahrtwind schwitzt.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Dunkel, nass und kalt

Es ist 18 Uhr am Donnerstag. Ich sitze im Auto vor der Schwimmhalle und der Regen prasselt laut auf mein Autodach. Draußen ist es dunkel. Natürlich ist es das, die Tage sind derzeit kurz wie nie. Bereits um 15:30 Uhr war es grottenfinster an diesem regenverhangenem Tag. Weihnachtlich fühlt sich anders an. Alles egal. Ich muß jetzt da raus. Ja, muß ich. Ich könnte auch gleich da rein - in die Schwimmhalle. Da ist es zwar nicht trocken, aber warm. Aber erst steht noch ein Lauf im Plan. Ich hab Null Bock. Was sollst - Plan ist Plan und ich bin ja nicht aus Zucker. Ich werde sowieso laufen, das steht jetzt schon fest. Und trotzdem kann ich mich kaum überwinden, die Autotür aufzumachen. Ich kämpfe mit dem Schweinehund, der von Vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Sowas dämliches. Aber diskutieren...

Keine 500 Meter und ich bin pitschenass. Egal, jetzt sowieso. Ich laufe um meine Stadt herum, die fast täglich immer kleiner wird. Dort vorbei, wo meine Freundin wohnt, weiter durch die Altstadt (ja, auch das im Jahre 1950 erbaute Eisenhüttenstadt hat eine Altstadt), über den Bahnhof zum Autohaus, wo ich mir heute nur eine verlorene Radkappe holen wollte und dabei feststellen musste, daß mein langjähriger Kundenbetreuer im Alter von nur 32 Jahren am Samstag plötzlich und einfach so verstorben ist.... über die Ampeln, vorbei am städtischen Krankenhaus an meiner alten Schule, seit kurzem wundervoll saniert, einer "Business Consulting Gesellschaft" ein Heim bietet. Auch wenn ich solch komische Bezeichnungen eigentlich nicht mag - sie haben meine alte Schule gerettet. Das einzige Relikt meiner Kindheit, das nicht abgerissen wurde :o) Zurück zum Auto nach 12 Kilometern, rein in die Schwimmhalle, pitschnass bin ich sowieso schon - zur 2. Trainingseinheit des Tages.

Was ich aber sagen wollte: manchmal fällt es schwer, einen Schritt zu machen, von dem man doch weiß, daß man ihn machen muß, damit es gut wird - oder so... ;o) Welch ein Satz :o))

Montag, 7. Dezember 2009

Kleiner Nachtrag...

... ich wußte ja, daß es bergig war, da im thüringischen Saalfeld - aber das es insgesamt 550 Höhenmeter auf 15 Kilometern waren, habe ich gerade erst erfahren und das finde ich dann doch schon ganz beachtlich ;o) Die Ergebnisliste ist jetzt auch online.

Na ja, weil ich einmal beim Kritzeln bin: heute hatte ich noch einen freien Tag und habe deshalbs die Radeinheit von gestern nachgeholt. Es hat nicht wirklich Spaß gemacht, obwohl die Sonne schien und es Temperaturen von knapp 10 Grad gab. Die 3 Stunden waren irgendwie schon recht zäh. Vielleicht lags aber auch an dem gestrigen Wettkampf, der mir noch in den Knochen steckte. Oder besser: in den Muskeln. Da sitzt nämlich doch ne ganz schöne Mietzekatze drin. Deshalb gibts morgen auch nur einen lockeren kurzen Lauf und ein schönes Schwimmtraining.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Viele Kilometer...

... habe ich in Woche 2 meines Trainingsplans auf dem Weg nach Klagenfurt geschrubbt. Allerdings mit dem Auto ;o) Ok, nicht nur! Manche auch mit der Bahn ;o) Der Deutschen Reichsbahn - wohlgemerkt. Dazu aber nachher noch mehr.


Zunächst zum Training, das mit 8 Stunden leider deutlich unter dem Soll lag. Trotzdem bin ich zufrieden, mit dieser sehr turbulenten Woche, da ich das Gefühl habe, qualitativ hochwertig trainiert und "gewettkämpft" zu haben.

Ich hatte ja ein wenig umdisponiert und die Schwimmeinheiten an den Anfang gelegt, wegen Familienreise- und Feierlichkeiten. Das Training im Wasser war ausschließlich gut - jedenfalls vom Gefühl her. Es hat Spaß gemacht und ich habe mich im Wasser richtig wohl gefühlt. Das war ja nicht immer so. Auf die Uhr schaue ich immer noch nicht, ich möchte noch ein bisschen Grundlagen schaffen, das heißt aber nicht, daß ich kein Tempotraining im Wasser mache. Die Pläne von Karsten Kessler sind gut durchdacht und werden meinem Anspruch voll gerecht.

Dann platze mir eine Dienstreise von Mittwoch auf Donnerstag dazwischen - kein Training am Mittwoch also - aber es gibt nun mal Prioritäten. Dafür am Donnerstag Abend mit Anett ein kurzer Lauf und danach nochmal ins Wasser.

Am Freitag bin ich vor der Abreise nach Saalfeld am Morgen noch 1,5 Stunden Rennrad gefahren - bei Frost und Rauhreif - es war "COOL" im wahrsten Sinne des Wortes.

Nach der Geburtstagsfeier am Freitag Abend hatten wir am Samstag etwas ganz Besonderes geplant. Gemeinsam mit 22 weiteren Familienmitgliedern sind wir mit der Dampflok



von Saalfeld nach Eisenach auf die Wartburg zum Weihnachtsmarkt gefahren.



 Und da wir alle keine Kinder von Traurigkeit sind, war auch die Stimmung auf der 3stündigen Hinfahrt und der ebenso langen Rückfahrt entsprechend super!



Sogar der Weihnachtsmann hat uns besucht.... weil wir ja alle so lieb sind ;o)


Während alle anderen der Truppe mit dem Bus zur Wartburg hinauf fuhren, haben wir zu viert die Burg zu Fuß erklommen, es waren einige Höhenmeter zurückzulegen, hat aber Spaß gemacht, die kleine Wanderung.
Oben gabs dann einen wirklich schönen historischen Weihnachtsmarkt.


 Da ich aber nicht so auf "Konsum" stehe, habe ich ein bisschen Kultur vorgezogen und mir die Wartburg von Innen angeschaut. Zuletzt war ich hier als Kind mit meinen Eltern. Deshalb konnte ich mich an all die Dinge auch nicht mehr erinnern. Zum Beispiel an das Zimmer, in dem Martin Luther als Junker Jörg wohnte, und dort die Bibel aus dem Hebräischen ins Deutsche übersetze.


Nach der Rückfahrt mit der Bahn nach Saalfeld bin ich an diesem Abend früh ins Bett, denn ich hatte am nächsten Tag etwas vor:

Ich wollte endlich einmal an dem 15 Kilometer-Winterlauf  teilnehmen, der am Sonntag zum 30. Mal stattfand. All die Jahre hatte ich ihn schon im Blick, aber wegen der Familienfeierlichkeiten habe ich es nie getan.

So stand ich also am Sonntag Morgen in Saalfeld auf einem Sportplatz am Start, kannte Niemanden (aber das ist ja eigentlich für mich nie ein Problem). Das Streckenprofil war im Internet nicht abrufbar, da ich aber die Gegend ein bisschen kenne, ahnte ich, was auf mich zukommen würde. An der Anmeldung hing dann jedoch ein Profil:



Na ja, so in etwa hatte ich es mir vorgestellt, aber bei der Aussicht, auf den ersten 3 Kilometern gleich 200 Meter hinaufzumüssen, verhalf mir dann doch zum nötigen Respekt, nicht zu sehr aufzudrehen...

Bereits nach diesem ersten harten Anstieg (und der hat wirklich wehgetan ;o)) lag ich auf dem 2. Platz bei den Frauen. ICH - aus dem Flachland.... Ich konnte das kaum fassen, ich hatte mir doch überhaupt keine Chance ausgerechnet. Und das auch noch bei dem derzeit wirklich noch laschen Training nach der langen Pause...

Wie auch immer - der Kampfgeist war geweckt, ich hab mir die volle Kante gegeben - es war brutal... aber ich habe mit 1:16h meinen 2. Platz in der Gesamtwertung bis ins Ziel des 15km-Laufes durchgebracht und bin in meiner Altersklasse Erste geworden. Das war ein schöner Abschluß einer wirklich sehr turbulenten aber schönen Woche. Da ist es am Ende doch schon irgendwie ganz egal, wieviel Stunden da im Plan stehen.


Anschließend bin ich noch ins 75km entfernte Suhl gefahren, um meine Eltern zu besuchen - zum ersten Mal war auch mein Sohn mit auf dem Friedhof...

Inzwischen bin ich wieder zu Hause und morgen hole ich dann aber die lange Radeinheit vom heutigen Sonntag nach. Von Nichts kommt schließlich auch Nichts... Meistens ;o)